Gemeinsamkeiten & Gegensätze – Teil 2: Ziehen sich Gegensätze wirklich an?
Shownotes
Entdecke in dieser Podcastfolge, warum uns Gegensätze zuerst anziehen, später nerven und was dann im Sinne der eigenen Partnerschaft am besten zu tun ist.
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Produktion: Umsetzerei Wien
Das Kleingedruckte ganz normal groß – Disclaimer, unsere Fallbeispiele betreffend:
In unserem Podcast geben wir im Sinne der Praxisnähe und Verständlichkeit immer wieder Fallbeispiele. Unser oberstes Anliegen ist es auch dabei stets, die therapeutische Schweigepflicht sowie die Privatsphäre aller Klient:innen zu jedem Zeitpunkt zu wahren.
Sie dürfen darauf vertrauen, dass wir a) jeweils zur Erzählung des Erlebten autorisiert wurden und b) alle Details, die einen Rückschluss auf konkrete Personen, Namen, Orte etc. ermöglichen könnten, abändern.
Sollten Sie also den Eindruck haben, in einer unserer Schilderungen eine bestimmte Person zu erkennen, so liegt das wohl daran, dass wir Menschen, so verschieden wir sein mögen, oft überraschend ähnliche Probleme und Ressourcen haben.
Transkript anzeigen
00:00:08: Roland: Herzlich willkommen zu unserem Podcast Liebesdoppel.
00:00:11: Sabine: Der Podcast für das Zwischenmenschliche.
00:00:13: Roland: Hier sind die Bösels und mein Name ist Roland Bösel.
00:00:17: Sabine: Mein Name ist Sabine Bösel.
00:00:19: Roland: Und in unserer heutigen Folge sprechen wir über Gegensätze ziehen sich an.
00:00:29: Sabine: Ja, der Volksmund hat ja einen Spruch, der heißt Gegensätze ziehen sich an. Und es gibt den anderen Spruch auch, gleich und gleich gesellt sich gern. In der vorigen Folge haben wir über gleich und gleich gesellt sich gern gesprochen. Über die Seelenverwandtschaft, wie wir es nennen. Und heute wollen wir über die Gegensätze sprechen. Und die Tatsache, dass Gegensätze sich anziehen. Und die Gegensätze, Feuer! Ja, die Gegensätze, die befeuern uns, die finden wir aufregend und ganz toll. Vor allem in der Verliebtheit.
00:01:02: Roland: Ich habe da eine wunderbare Geschichte gehört. Und die Geschichte ist wahr und sie kommt nicht aus dem therapeutischen Kontext. Trotzdem sage ich keine Namen. Wir sind ja sehr bergaffin und wir haben eine sehr schöne Berggeschichte kennengelernt. Und zwar eine Frau, die als Single einen Bergurlaub macht in den Tiroler Alpen. Und übernachtet auf einer Hütte. Auf dieser Hütte will sie am nächsten Tag wieder absteigen ins Tal. Lernt sie einen Mann kennen, der ein Bergfex ist. Und der am nächsten Tag auf dem Gletscher gehen möchte. Und sie verbringen den Abend zusammen. Verlieben sich ineinander. Sehr starke Seelenverwandtschaft. Und er sagt, was machst du morgen? Und sie sagt, ich gehe wieder ins Tal. Er sagt, weißt du was? Ich gehe morgen auf den Gletscher. Gehst du mit mir? Und sie sagt, ich habe Höhenangst. Aber mit mir ist alles gut. Geh mit mir. Das Typische in der Verliebtheit. Spürt sie plötzlich die bessere Version von sich selbst. Und sagt, ja, ich bin mutig. Ich vertraue diesem Mann.
00:02:15: Sabine: Also es ist eigentlich nicht der Berg, der ruft in dem Fall, sondern der Mann ruft. Der Berg ruft, komm, besteige den Gipfel. Aber in Wirklichkeit ist es der Mann, der so ein attraktiver Bergfex ist.
00:02:27: Roland: Aufregend. Ich weiß nicht, ob du dich noch erinnerst, Sabine, wie die Geschichte nämlich weitergeht. Sie war wirklich ein Abenteuer. Sie gehen nämlich Richtung Gletscher. Und relativ bald fliegt sie, zwar nur ca. 2 Meter, aber mir würde das schon absolut reichen, in eine Gletscherspalte. Und der Mann ist super Bergführer. Die waren natürlich gegenseitig abgesichert. Er hält sie und zieht sie dann mit einer speziellen Technik heraus. Und du musst dir vorstellen, obwohl das relativ am Anfang des Weges passiert ist, sind sie dann noch bis zum Gipfel gegangen. Das heißt, sie war überglücklich. Sie hat gesagt, ja, und Berge. Und sie hat jetzt die Höhenangst überwunden. Und es ist wunderbar. Jahre später treffen wir sie. Und was erzählen sie uns? Über was streiten sie? Was glaubt ihr, über was die zwei streiten? Er möchte Bergtouren machen und sie sagt, sie will nicht. Und das heißt, in der Verliebtheit sind diese Gegensätze das Feuer, wo man sagt, wenn dir zum Beispiel verboten wurde, du darfst nicht laut sein, dann suchst du dir vielleicht eine Partnerin aus, die sehr laut ist. Und dann, wenn du im Beziehungsalltag gelandet bist, dann sag ich, sei nicht so laut. Aber in der Verliebtheit warst du ganz begeistert.
00:03:54: Sabine: Genau, das ist die Geschichte mit den Gegensätzen. Wie gesagt, wenn die Verliebtheit abklingt, dann beginnen die Kämpfe. Man streitet ja dann auch. Und man streitet genau über das, was man am Anfang so faszinierend gefunden hat. Und wenn Paare zu uns kommen, frage ich dann manchmal auch, na ja, was sind denn die Hits, über was streitet ihr denn am liebsten? Das ist natürlich mit den Augen zu winken, dann lachen sie, aber ich sage, was sind die Hits. Und dann sind genau diese Themen, die mit den Gegensätzen, was zu tun hat, über das streitet man dann besonders gerne. Aber selber schuld, kann man nur sagen. Nein, selber schuld.
00:04:28: Roland: Jetzt bist du aber sehr streng. Ich suche mir jemanden, der so einen Gegensatz hat. Das wäre ich das nächste Mal, wenn du dich über die Gegensätze, über mich, aber ich würde sagen, selber schuld.
00:04:35: Sabine: Das sage ich mir ja auch. Ich habe mir jemanden ausgesucht, der extrem schnell ist und extrem lösungsorientiert. Und dann rege ich mich drüber auf und sage, ah, was soll das und ich muss erst nachdenken und jetzt mach das nicht so schnell und so weiter. Aber genau das fand ich ja so faszinierend. Ich finde es aber jetzt immer wieder faszinierend, muss ich schon sagen, weil ich ja dann mit mir selber spreche und sage dann, Sabine, du hast dir diesen Mann ausgesucht, würdest du einen aushalten, der behäbig ist? Oh nein, nein, das würde ich nicht aushalten. Na gut, dann hast du einen schnellen Roland gesucht.
00:05:12: Roland: Ich bin ganz ehrlich, heute bist du manchmal schon schneller wie ich, weil du hast dir das sehr gut antrainiert.
00:05:17: Sabine: Ich habe es mir antrainiert, ja, das ist das Geheimnis.
00:05:20: Roland: Und ich war so begeistert von einer Frau, die gesagt hat, ja, wir brauchen Zeit, lass ein bisschen Zeit vergehen. Ein bisschen Ruhe hineinbringen. Mehr die Kontemplation, mehr so das Ganze zu sehen.
00:05:35: Sabine: Auch in Ruhe was zu überlegen, was zu analysieren, das mache ich natürlich schon auch gern.
00:05:39: Roland: Nicht einmal, sondern mehrmals. Und wenn ich, so wie, jetzt erinnere ich mich gerade, heute hast du mich was gefragt und ich habe nicht gleich reagiert, wollte so ein bisschen chillen, daraufhin hast du gesagt, gut, ich mache es mir selbst. Und ich war dann ein bisschen grantig, glaube ich, auf dich und habe gesagt, bitte gib mir einen Moment Zeit. Also, was wir damit sagen wollen, ist, dass diese Gegensätze ja uns etwas zeigen, was ich so faszinierend finde. Zum Beispiel diese Frau mit den Bergen, die Faszination, sich selber zu vertrauen und sich etwas zuzutrauen und etwas Neues auszuprobieren, zum Beispiel auf den Berg zu gehen. Das muss eigentlich vielleicht gleich der Gletscher sein, aber sozusagen über sich hinauswachsen und etwas integrieren, wie wir sagen, was wir auf dem Weg unserer Sozialisation verloren haben.
00:06:33: Sabine: Und damit sind wir schon, glaubst du, sind unsere Hörerinnen und Hörer schon bereit für ein Stück Theorie? Sicher. Ein Fachjargon. Im Fachjargon nennen wir das das verlorene Selbst. Das verlorene Selbst. Und zwar habe ich das im Rahmen meiner Erziehung, meiner Sozialisation, die Umwelt wirkte auf mich ein als Kind und das sind jetzt nicht nur die Eltern, das sind auch ältere Geschwister. Die Schule natürlich auf jeden Fall gehört auch dazu. Und wer sonst noch da ist.
00:07:02: Roland: Vielleicht die ersten Partnerschaftserfahrungen als Jugendliche.
00:07:05: Sabine: Ja, als Jugendliche auch. Also die Menschen, die mich beeinflusst haben und es kann ja auch nur die Nachbarin sein, die klopft, wenn man, habe ich mal schon gehört bei Freunden von uns, die drei Buben sind herumgerannt in der Wohnung und die Nachbarin hat jedes Mal geklopft. Das heißt, das ist auch ein Stück Sozialisation oder Erziehung, weil sie haben dann gelernt, in der Wohnung, am Wochenende waren sie dann irgendwo außerhalb von Wien, aber unter der Woche war es klar, da darf man sich nicht bewegen und nicht laut sein.
00:07:35: Roland: Leise sein. Leise sein. Was sucht so jemand sich aus, eine Partnerin oder Partner, der oder die laut ist und sich da nichts pfeift.
00:07:44: Sabine: Ja, und warum macht man das? Weil es ist ja ein Teil von mir, den ich aber irgendwann abgeben musste, den ich mir abgewöhnen musste und das finde ich dann beim anderen besonders faszinierend, weil diese Person sich das erlaubt, und das ist das verlorene Selbst.
00:08:00: Roland: Allerdings, wir finden es faszinierend, vor allem in der Verliebtheitsphase, weil wir zum Beispiel haben sie immer gesagt, der Roland kann nicht singen und dann hat die Sabine mir mein Geburtstagsständchen gemacht und dann haben wir gedacht, die singt schon schön, aber ich kann ja nicht singen und die Sabine hat gesagt, natürlich kannst du singen, sie haben es dir nur abgewöhnt. Also da könnt ihr schon einmal überprüfen, bei deiner jetzigen Beziehung oder wenn du gerade in keiner Beziehung lebst.
00:08:32: Sabine: Auch bei Freunden, Freundinnen.
00:08:33: Roland: Was findest du manchmal so faszinierend oder hast du in der Beziehung, in der du bist oder damals in der Beziehung warst, so faszinierend gefunden, was du dann nach einer gewissen Zeit abgelehnt hast und vielleicht sogar gesagt hast, nein, wenn der oder die so ist, dann muss ich mich trennen.
00:08:51: Sabine: Und warum lehne ich es ab? Weil es wurde mir aberzogen. Das heißt, irgendwann einmal schlägt das Imperium zurück und das, was mir aberzogen wurde, das habe ich ja in mir auch. Das darf man nicht und das geht nicht und du sollst nicht laut sein oder du sollst nicht zu viel riskieren, immer schön auf der vorsichtigen Seite. Diese Frau mit dieser Bergtour, das ist auch kein Zufall, dass genau dann was passiert, weil es war ihr verboten, so etwas zu machen. Was heißt verboten? Wahrscheinlich haben die Eltern recht viel Angst gehabt. Vorsicht, Vorsicht. Dann macht sie so etwas, wo Risiko dabei ist. Prompt ist sie in die Gletscherspalte gefallen. Aber dadurch, dass sie so verliebt war, hat sie das eher als etwas Positives. Dieses tolle Abenteuer und es ist nichts passiert.
00:09:36: Roland: Ja, bis sie geheiratet haben und dann ein paar Jahre später.
00:09:40: Sabine: Im Laufe der Zeit war ja das dann einfach zu viel.
00:09:42: Roland: Noch immer Diskussionen, gehen wir auf den Berg oder nicht.
00:09:46: Sabine: Ja, und wenn es aber gut läuft, dann hole ich mir das zurück, mein verlorenes Selbst, über den Umweg vom Partner, der mir das auch immer wieder zeigt. Und die Idee ist eigentlich, anstatt es zu bekämpfen, dass man es sich zurückholt. Etwas, was mir verboten wurde, dass ich mir das langsam wieder zurückhole, so dass ich in meiner Ganzheit wieder da bin und in meinem ganzen Potential.
00:10:13: Roland: Vielleicht habt ihr schon die Folge gehört Sicherheit oder Leidenschaft. Da bringen wir das auch, diese Gegensätze. Und heute sprechen wir darüber, weil es was mit unserer unbewussten Partnerwahl zu tun hat. Und vielleicht hast du die Folge gehört, die Folge 1, zum Thema Gemeinsamkeiten und Gegensätze, wo wir über die Seelenverwandtschaft gesprochen haben. Und du erinnerst dich vielleicht, wir sprechen in dieser Folge darüber, dass das so die starke Verbindung erzeugt zwischen zwei Menschen. Wenn aber keine Gegensätze sind. Wenn der so wie ein Mensch ist, der wo man einschlaffene Füße kriegt, ist man vielleicht irgendwie näher angezogen, man fühlt sich, ja, der ist mir sympathisch, aber dann wird es wahrscheinlich nicht so klick machen und das Feuer, wenn es fehlt, wird es eher vielleicht so eine Freundschaft oder eine gute Zusammenarbeit sein. Aber wenn Seelenverwandtschaft eine starke ist und dann auch noch die Gegensätze dieses Feuer bringen, dann ist oft diese starke Verliebtheit gegeben. Und ich habe mich gerade gefragt, Sabine, während du vorhin gesprochen hast, und für alle, die vielleicht das erste Mal zuhören, wir überlegen uns schon natürlich, was wir euch erzählen, aber wir achten doch immer sehr, dass wir im Gespräch bleiben und dann auch so spontan sind. Mir ist gerade eingefallen, dass du mir relativ bald, ich glaube es war am zweiten Abend, erzählt hast, wie sehr du dich für Kultur interessierst, und zwar für auch Städtereisen. Kunstgeschichte. Ja, und ich habe es damals nicht einmal gemerkt, Sabine, ich habe es nicht gemerkt, aber meine Eltern waren ja, also vor allem mein Vater war sehr kunstinteressiert. Allerdings der hat für sich sechs Tage und zwölf Stunden in der Woche gearbeitet und von den restlichen zwölf Stunden war er ein bisschen im Garten mit uns als Familie und vielleicht zwei Stunden hat er sich dieser Kultur, die es auch über Städtelesen und so weiter beschäftigt und ist dann im Urlaub mit unserer Mutter, also ist sie unterwegs gewesen, also uns frage ich deswegen, weil ich habe drei ältere Schwestern, Städtereise haben sie dann alleine gemacht und wir waren, also ich kann mich erinnern, dass ich dann niemals dabei war.
00:12:43: Sabine: Ein bisschen was habe ich davon mitgekriegt, weil er dann Filme auch gemacht hat.
00:12:46: Roland: Genau.
00:12:47: Sabine: Also einige Filme habe ich auch gesehen, wo er das wirklich auch erklärt.
00:12:49: Roland: Ja, und die waren wunderbar und die haben ja dann im Film stattgefunden und ich habe das auch faszinierend gefunden, doch ich persönlich unmittelbar habe nichts davon gehabt, was passiert, ich lerne die Sabine kennen und die Sabine sagt in der Verliebtheit, was machen wir im Sommer? Und ich sage, wow, was machen wir, fahren wir am Millstätter See, weil ich das so gekannt habe von meinen Eltern und die Sabine hat dann gesagt, Urlaub kann ich machen, wenn ich 60, 70 bin, ich will was Aufregendes erleben und ich habe mir gedacht, oh, was soll das? Anstrengend. Wird anstrengend. Und ich weiß noch, ich war so begeistert und bin es bis heute, dass mich die Sabine in dieses Leben eingeführt hat, wo man eine Stadt erobert. Ich weiß noch, die erste Stadt war Venedig.
00:13:34: Sabine: Wir haben das auch so empfunden, dass wir es erobern, die Stadt.
00:13:37: Roland: Ja, Venedig und dann gleich waren wir in Florenz und ich weiß bis heute, wer die Kuppel in Florenz gebaut hat, der Brunelleschi oder der Arnolfo di Cambio, den Dom. Ich hoffe, ich habe es jetzt genau richtig gesagt. Manchmal habe ich es nicht hundertprozentig in Erinnerung, aber warum merkt man sich das? Klar, weil es in der Verliebtheit so quasi in unser Hirn eingebrannt wurde, weil alles, was ich in der Verliebtheit erlebe, das ist wie ziemlich fest im Hirn eingeschrieben. Wir vergessen es nur dann irgendwann einmal. Wenn Paare zu uns kommen, schauen wir auch immer, wo sind da die Gegensätze und wo geht es darum, dass die eine oder der andere dieses Verlorene selbst wirklich zurückholt, anstatt es bei der Partnerin zu kritisieren.
00:14:30: Sabine: Und da sind wir wirklich ordentliche Gegensätze, weil ich wurde ja ein bisschen auch dressiert und trainiert und mir ist es ja auch teilweise auf die Nerven gegangen, diese Kulturreisen. Also Kunstgeschichte und mir schöne Bilder anzuschauen, das gefällt mir schon, nur meine Mutter hat das auf die Spitze getrieben. Also da war kein, dass man irgendwo ein gutes Essen hat oder sich mal wo hinsetzt und verweilt. Wir sind einfach von A nach B gerannt die ganze Zeit. Es war mega anstrengend und ich wurde auch gequält damit. Aber interessant, ich habe dann auch die Bücher gekauft und habe dich dann gequält. Nein, ich habe dich nicht gequält.
00:15:10: Roland: Dich hat es ja fasziniert. Nachdem wir alle Kirchen von Rom mit drei Sternen gesehen haben, habe ich irgendwann gesagt, jetzt setzen wir uns auf die Beata Navona.
00:15:20: Sabine: Und du warst erleichtert.
00:15:22: Roland: Nein, wir sind via Del Corso.
00:15:26: Sabine: Die Beata Navona, via Del Corso.
00:15:29: Roland: Du hast gesagt, was bist du für ein Mann, du gehst mit mir einkaufen.
00:15:33: Sabine: Ich war so froh, dass du mir die Entscheidung abgegeben hast, abgenommen hast, nicht abgegeben, dass du sie mir abgenommen hast. Ich habe sie abgegeben, dass ich das jetzt nicht noch durchziehen muss bis zur letzten Seite von diesem Reiseführer, sondern dass man auch mal was anderes machen kann. Das heißt, ich habe Gott sei Dank dann auch jetzt aktuell, ich mache das nur dann, wenn es mir Spaß macht, dann schaue ich mir eben Kirchen an oder ich gehe auch gerne in Ausstellungen. Ich habe sozusagen dieses Übertriebene abgegeben und du hast dir was wieder zurückgeholt, was sie dir als Kind eigentlich gar nicht vermittelt haben.
00:16:14: Roland: Oder vermittelt haben, dass es es gibt, aber ich war nicht Teil dessen. Und was noch dazu kommt, und manche kennen ja unsere Geschichte schon, ich komme aus einem Familienbetrieb mit 150 Mitarbeitern, da war Arbeit, dieser Spruch, Arbeit ist das halbe Leben, der stimmt bei meinen Eltern nicht, Arbeit ist fast das ganze Leben. Und du hast dann gesagt, wir fahren auf Urlaub und ich habe gesagt, Sabine, wir können nicht auf Urlaub fahren, dem Unternehmen geht es nicht gut. Und du hast dann gesagt, also Moment einmal, wenn es dir nicht gut geht, weil du niemals Urlaub machst, wie soll es denn dann den Unternehmern gut gehen? Und ich habe mir gedacht, was redet ihr da jetzt? Es muss doch umgekehrt sein. Und du warst die Erste, die überhaupt einmal gefragt hat, willst du überhaupt das Unternehmen übernehmen? Und ich habe mich aufgeregt darüber. Ich sage es allen, die zuhören, ich habe mich so aufgeregt, dass die Sabine diese Frage stellt, diese ketzerische Frage, wolltest du überhaupt diesen Betrieb übernehmen?
00:17:10: Sabine: Warum?
00:17:11: Roland: Rege ich mich auf? Warum?
00:17:13: Sabine: Es war es.
00:17:15: Roland: Weil du genau den Nagel auf den Kopf getroffen hast.
00:17:19: Sabine: Genau, das war unbequem, diese Fragen. Und diese Muße zu sagen, ich schaue mir dann was an, ich interessiere mich, dieser Romurlaub, der war ja mega anstrengend, das war nämlich im August, falls wir das noch nicht erwähnt haben, wir sind im August in Rom gewesen und die Römer und Römerinnen sind nicht im August in Rom.
00:17:41: Roland: Vorher waren wir in Florenz.
00:17:42: Sabine: In Florenz war es auch super heiß. Aber dann zu sagen, ich nehme das auf mich, diese Anstrengung, weil ich will da sozusagen für meine Seele, für meinen Geist und Seele, will ich mir eine Nahrung holen und nicht zu sagen, ich fahre einfach auf Urlaub, damit ich nachher wieder arbeiten kann bis zum Umfallen, sondern ich nehme das auch auf mich, dass das auch anstrengend ist und man kommt zurück voller neuer Eindrücke und hat sozusagen Nahrung fürs Gehirn. Jetzt wollte ich noch was erzählen von dem, was ich von dir profitiert habe, nämlich dieses, was ich vorher gesagt habe, dass du jemand bist, der lösungsorientiert ist, der schnell eine Lösung bei der Hand hat oder sofort zum Hörer greift oder irgendwas tut, also ein Mann der Tat sozusagen und das hat mich eben fasziniert und, liebe Hörerin, lieber Hörer, wenn du jemanden bewunderst, wenn du bei einem anderen etwas bewunderst, es kann ein Partner sein, es kann Freunde, Freundinnen sein, auch Kollegen, Arbeitskollegen, wenn du da etwas bewunderst, kannst du sicher sein, dass es ein Teil von dir ist, aber dass es mit dem Verlorenen selbst was zu tun hat, dass du was abgegeben hast, was dir abgewöhnt wurde, weil, sonst könntest du es ja gar nicht wahrnehmen. Du kannst es deshalb wahrnehmen und bewundern, weil es auch ein Teil von dir ist, den du aber vielleicht nicht ausreichend lebst, deswegen findest du es faszinierend. Und das habe ich so faszinierend gefunden bei dir, dass, wenn etwas auftaucht, eine Idee, dass man nicht nur die Idee hat, so wie es in meiner Familie war, dass man halt viel darüber nachdenkt, aber es ist oft, dass nicht passiert dann. Und das habe ich so faszinierend gefunden und ich wollte noch eines erzählen, nämlich den Moment, wo die Kollegin mich gefragt hat, ob ich Präsidentin von Imago Austria werden möchte. Kannst du dich erinnern? Natürlich. Und sie hat mich das gefragt und ich habe das bewundert bei anderen Leuten, dass jemand so einen Verein führt und kreativ ist und irgendwas weiterbringt und was in Bewegung bringt, was bewegt. Und ich habe das faszinierend gefunden.
00:19:51: Roland: Ich weiß noch, was du für große Augen gemacht hast, weil du gesagt hast, ich habe schon eine Idee, ich möchte einen Imago Kongress zur Tradition werden lassen in Österreich, wo es eine Zusammenkunft gibt. Ich weiß noch, wie du gesagt hast, das muss auch qualitätsvoll sein, das darf nicht irgendwas sein, was so nebenbei ist oder so auf Billigsdorfer, sondern das braucht auch ein Niveau und etwas, was dieser wunderbaren Methode Imago auch entspricht. Ich hatte eine Vision. Ja, du hattest sofort eine Vision.
00:20:24: Sabine: Genau, ich habe mir das auch vorgestellt, dass es dann einmal im Jahr ist und dass das dann so eine Zusammenkunft ist und dass man da auch feiert und dass man eben lernt voneinander. Ich hatte wirklich eine sehr, sehr klare Vision.
00:20:35: Roland: Ich weiß noch, was du gesagt hast. Du hast gesagt, ich will es machen, aber ich habe totale Angst davor.
00:20:40: Sabine: Und mein Gesicht hast du gesehen und dann hast du gesagt, ich habe es ja nicht gesehen, mein Gesicht, wie sie mich das gefragt hat, aber da war anscheinend diese Faszination, aber auch diese Aufregung, aber auch dieser Stress.
00:20:50: Roland: Dieser Stress.
00:20:53: Sabine: Dann hast du gesagt, Sabine, ich habe dein Gesicht gesehen, ich glaube, das fasziniert dich total und wenn du magst, dann mach es und ich stehe hinter dir und ich unterstütze dich. Das hat mir dann die Sicherheit gegeben, okay. Und da habe ich mir wirklich ein Stück meines verlorenen Selbst zurückgeholt, nämlich, dass ich eigentlich sehr gern kreativ bin und Dinge ins Rollen bringe und organisiere.
00:21:14: Roland: Das ist Neues. Du hast dann eine Imagotagung beim Retter gemacht, in dem wunderbaren Hotelretter mit 300 Leuten. Da saß der Gerald Hütter, also ein Vortragender. Es war, da ist wirklich was in Bewegung gekommen.
00:21:27: Sabine: Und der Anfang war holprig und dann hast du mir immer geholfen und gesagt, ja, dann mach das so oder schreib das und ich war so unsicher am Anfang und du hast dann gesagt, ja, schreib das so, das Mehl, es passt schon. Und hast mir dann noch ein paar Ideen dazu gegeben, wie man es noch besser macht.
00:21:43: Roland: Für mich war das ja ein Segen, weil ich musste ja auch zum Leidwesen meiner Schwestern in die erste Reihe, musste das Unternehmen übernehmen und dann tu mal, ja. Und ich habe es oft überhaupt nicht wollen. Ich wollte kein Chef sein, ich wollte eigentlich viel mehr was Kreatives tun, aber das war dann in dem Bereich kaum möglich. Und dann kommst du, Sabine, und sagst, du übernimmst den Verein. Und dann war es klar, ich kann gut organisieren, ich kann gut checken. Ich gebe dir die Unterstützung. Ich habe mich total gefreut für dich. Und ich muss nicht schon wieder in der ersten Reihe stehen. Es war herrlich.
00:22:20: Sabine: Ich habe dann im Laufe der Zeit...
00:22:23: Roland: Jetzt sind wir beide aufgeregt. Was so spannend war, dass im Verein vor allem Frauen, die sich das nicht trauen, die sagen, ich springe nicht, dann auf dich irgendwie Kitzi gehabt haben. Das war schon spannend, weil du dir was traust, du hast sozusagen deren Verlorene selbst auch symbolisiert und waren dann so ein bisschen zurückhaltend. Aber umgekehrt...
00:22:46: Sabine: Aber die meisten haben das eigentlich gut gefunden. Und was interessant war, dass ich dann im Laufe der Zeit am Anfang eben, wie gesagt, habe ich alles hinterfragt und 50.000 Mal umgedreht. Und im Laufe der Zeit habe ich dann gemerkt, ich weiß eh genau, ich habe diese Vision, wie das sein soll, dieser Kongress. Und dann habe ich im Laufe der Zeit, wenn mich da wer angerufen hat, zum Beispiel vom Hotel Retter, habe ich sofort gesagt, so hätte ich das gern, das stelle ich mir so vor.
00:23:12: Roland: Irgendwann hast du mich gar nicht mehr gebraucht.
00:23:14: Sabine: Ich habe dann plötzlich sehr schnell Antworten gefunden und sehr schnell Entscheidungen getroffen.
00:23:17: Roland: Und heute bist du manchmal schneller als ich, das muss ich auch sagen.
00:23:20: Sabine: Manchmal bin ich sowas von ungeduldig, weil ich mir denke, ich denke jetzt darüber nach, aber wenn ich weiß, was ich will, dann treffe ich Entscheidungen und geht schon.
00:23:28: Roland: Umgekehrt sagte Sabine manchmal, wenn ich wieder ein Buch über das Gehirn gelesen habe, die Neurowissenschaft fasziniert mich, obwohl ich gerade als Jugendlicher von meiner Mutter, ich habe noch keinen Fleischer gesehen, der Latein kann. Also für meine Mutter war klar, der schnellstmögliche Weg zum Praktischen. Nur ja nicht theoretisch. Und weißt du, jetzt fällt es mir auch wieder ein, ich bin sogar auf die Uni gegangen, so mit 17, 18 und habe mir Vorlesungen auf der Kunst angehört, über die Gotik, über die Kunstgeschichte, aber ich habe es niemandem gesagt, weil es war ja nicht erlaubt. Es war verpönt. Am Sonntag wäre es gegangen, aber die Vorlesungen waren am Mittwoch, am Nachmittag, das sollte ja im Geschäft sein. Und ich habe durch dich mein Verlorenes selbst wiedergefunden, zum Beispiel die Kultur.
00:24:25: Sabine: Die schönen Künste.
00:24:27: Roland: Du bist auch eine Kunst an sich, liebe Sabine. Danke. Und ich habe auch gelernt, in der zweiten Reihe zu sein, dich zu unterstützen und da gar nicht in der ersten Reihe stehen zu müssen. Und ich habe auch gelernt, dass es gut ist, dass ich mich zum Beispiel mit der Neurowissenschaft beschäftigen kann. Ich habe immer gedacht, das kann ich nicht. Und heute liegst du im Liegestuhl und sagst, was hast du Gescheites gelesen, erzähl mir davon. Und jetzt ist das mein Part. Das ist das, was dir zu viel gegeben hat, habe jetzt ich übernommen, was man mir nicht erlaubt hat, weil ein Fleischer ja nicht Latein spricht. Und das ist schon, die alle da zuhören, das Faszinierende. Ihr merkt es auch so, wir sind so angeregt. Und das ist eben das Feuer, das uns dann so inspiriert und was ja auch dann in die Sexualität überspringt. Und wir sehen ja in der Verliebtheit, wie schon oft gesagt, eine bessere Version von uns selbst und zeigen uns auch so. Umso schlimmer ist es ja dann, wenn 15, 20 Jahre später sagt man, was ist mit dir? Bei dir kriegt man eingeschlaffene Füße. Das ist dann oft der Hinweis darauf, dass bei den Gegensätzen das Feuer wieder ein bisschen aktiviert gehört. Und wer kann das am besten dir rückspiegeln? Du. Ja, und für die, die uns zuhören, wenn du in einer Beziehung lebst, deine Partnerin, dein Partner, die wissen es manchmal genau, an welcher Ecke dein nächster Wachstumsschritt wäre. Und was gefährlich ist, was wirklich aus unserer Erfahrung dann auch zu Beziehungsproblemen bis zu Abbrüchen führt, wenn die Partnerin, Partner das nicht mehr sagt und sagt, hallo, da fehlt was. Da fehlt was. Du lebst diesen Teil nicht. Und ich möchte mit dir leben. Ist natürlich schon die Frage, wie ich es dem anderen hinhalte, die Wahrheit. Ja, das kommt schon dazu.
00:26:20: Sabine: Ja, und es heißt aber nicht, ich halte es dem anderen hin, freundlich, nett, wie in einen Mantel, in den er reinschlüpfen kann. Und das ist aber jetzt nicht unbedingt die Komfortzone. Weil unser Partner kennt, ja, hey, die ist so kompetent, die kennt sich so gut aus. Und dann sagt die Frau, nein, ich muss da noch eine Fortbildung machen. Nein, ich kann das nicht. Du kannst das besser.
00:26:41: Roland: Du weißt von unserer Lebensgeschichte, Kollegin, die die 27. Ausbildung gemacht hat, bevor sie beginnt, wo du dann gesagt hast...
00:26:48: Sabine: Ich habe mich so wucki gemacht.
00:26:50: Roland: Du hast gesagt, du musst noch drei Ausbildungen machen, daraufhin war sie ziemlich grantig.
00:26:54: Sabine: Ja, genau. Ich habe sie auch ordentlich konfrontiert, da war sie ziemlich grantig auf mich, weil ich gesagt habe, hör auf, reicht das jetzt ein? Du kriegst den Schein ganz sicher. Hör jetzt auf, damit zu jammern. Ui, dann ist sie gekommen, zwei Wochen später gesagt, ich war ziemlich sauer auf dich.
00:27:08: Roland: Das war gerade mein Lieblingsfilm. Mein Lieblingsfilm war ein Crazy Stupid Love, wo die eine Frau sagt, wenn du den kriegst, wen kriege ich denn dann? Ich? Wenn du schon so einen kriegst. Diese Fade-Geschichte. Das ist ein super Film. Übrigens, wenn ihr mal Lust und Zeit habt, der ist nicht mehr der allerneueste. Man könnte ihm nachsagen, dass er ein bisschen leichtes Niveau hat. Ich finde, da ist ganz, ganz viel Weisheit drinnen, auch was die Imagotheorie betrifft. Crazy Stupid Love mit Steve Carell. Wir kommen langsam zum Abschluss. Sabine, was ist denn noch wichtig, was wir euch noch mitgeben?
00:27:45: Sabine: Schaut einmal, wen bewunderst du in deinem Umfeld? Gibt es jemanden, wo du sagst, das bewundere ich, das ist toll. Und dann schau mal, ob du das nicht selber auch hast und es nur nicht ausreichend auslebst. Und dann kommt, wenn du dir mal diese Frage beantwortet hast, mit ja, ich habe das auch und ich lebe es zu wenig aus wahrscheinlich, weil ich es nicht durfte, konnte, was ist der nächste Schritt?
00:28:10: Roland: Dann könntest du diese Person beneiden und meiden.
00:28:15: Sabine: Nein, du könntest dir was abschauen, du könntest dir was abschauen oder auch fragen, kannst du mir da was beibringen? Und dann raus aus der Komfortzone, rein in das Neue. Das ist ja gar nicht so neu in Wirklichkeit, aber es ist etwas, was du dir wieder eroberst.
00:28:31: Roland: Und jetzt sind wir wieder bei der Folge 1 von dem Thema Gemeinsamkeiten und Gegensätzen. Wir sehen nämlich, durch die Verbindung und die Gemeinsamkeit kannst du auch sagen, ich will raus aus der Komfortzone, bitte sei bei mir, bitte gib mir Halt, tu es nicht gleich bewerten, sondern sei da, gib mir auch ein Feedback, nicht wo du dann sagst, ah das ist viel zu wenig, sondern trainier mit mir.
00:28:59: Sabine: Sind wir da jetzt wieder bei den Verbündeten?
00:29:00: Roland: Ja, da sind wir.
00:29:01: Sabine: Vielleicht, vielleicht. Und wenn mir jemand sagt, du Sabine, ich traue mich da noch nicht so richtig, und ich merke aber, die Person ist kompetent und kann das auch, dann, das brauchst man nicht dreimal sagen. Was kommt dann von der Frau Sabine Bösel? Ein Tritt in den Hintern.
00:29:19: Roland: Na so machst du das bestimmt.
00:29:21: Sabine: Nein, ich sage dann schon, letztens erst bei einer Kollegin habe ich dann gesagt, okay, trau dich, du kommst mit zur Assistenz. Und dann habe ich ihr, ja, da bin ich zu ihr hingegangen und habe gesagt, ich möchte jetzt deine Hand drauf haben. Und in dem Moment, wo sie mir die Hand gegeben hat und wir hatten einen sehr festen Händedruck, dann war mir klar, sie springt. Sie wird das machen.
00:29:40: Roland: Sie wird springen.
00:29:42: Sabine: Weil sie ist jemand, der sagt, wenn ich mutig bin, wenn ich meine Hand draufgebe, dann mache ich es auch. Vielleicht hast du so jemanden in deinem Umfeld, der auch ein Verbündeter oder Verbündete sein kann und der sagt, ich helfe dir und springe. Trau dich.
00:29:58: Roland: Ja und wir erzählen euch das alles, weil wir haben wollen, dass ihr versteht, dass wir in unserer unbewussten Partnerwahl uns einerseits jemanden suchen, der mir sehr seelenverwandt ist, der meinem inneren Bild oder wie man bei Imago sagt, meinem Imago entspricht, wo ich diese Sicherheit bekomme, die starke Verbindung und wir so durchs Leben gehen in dieser Verbindung und wir haben es schon bei der letzten Folge gesagt, das ist ein ganz wichtiger Teil, vielleicht um eine Spur wichtiger als das Thema Gegensätze. Wir brauchen aber auch das Thema des Feuers, der Bewegung, der Reibung, der Gegensätze. Vielleicht wollt ihr auch reinhören in die Folge Beziehung ohne Ablaufdatum, da ist auch einiges dabei. Es ist natürlich die Folge über die Gemeinsamkeiten zum Thema Seelenverwandtschaft oder was auch wirklich gut an der Stelle ist, ist die Folge 90:10 oder wenn ihr was über Imago, die Folge euch anhören wollt. Also da gibt es viele Möglichkeiten, sich dem Thema zu vertiefen. Wir glauben nämlich, dass wenn mir klar ist, warum ich mit diesen Menschen zusammen bin, warum ich mir diesen Menschen ausgesucht habe, weil ich bin ja nicht vom Reisebüro vermittelt worden zu dir Sabine, sondern ich habe dich gesehen und ich habe mich angezogen gefühlt und ich kann mir das ja nicht, ja ich kann es dir lebenslang vorwerfen, dass du so bist, aber eigentlich müsst ihr dann sagen, ich habe dich ja ausgesucht. Wenn wir verstehen, was diese unbewusste Partnerwahl sozusagen für Grundlagen hat, dann kann ich meine Beziehung auch nach 10, 20, 30 oder wie bei uns bei 50 Jahren neu ausrichten.
00:31:42: Sabine: Wir wünschen euch ein gutes Gelingen, vielleicht gibt es schon das ein oder andere, was ihr da jetzt vertiefen wollt und sucht euch auch Verbündete, die euch da helfen, auch vielleicht über den eigenen Schatten zu springen und sagen, ihr macht es, ich glaube an dich, ihr Lieben, gutes Gelingen dabei und macht es gemeinsam.
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