Stärkende Dialoge – die Imago-Methode für Liebe und Familie

Shownotes

Mit Imago ist es wie mit vielen Methoden: Man kann sie und die Therapeut:innen, die sie anwenden, überbewerten, ihnen Wunderheilungen zuschreiben. Man kann sie unterbewerten, zu allem sagen „hilft doch eh nichts“.

Der eigene Fokus entscheidet. Wichtiger als die Wahl der Methode ist am Ende immer das Commitment der Menschen, die ihre Beziehung klären und weiterentwickeln wollen.

Erfahre in dieser Podcast-Folge, wie weit der Weg vom Hören zum Verstehen sein kann, was Imago mit alten Familienfotos im Kopf zu tun hat und wie du selbst von dieser Methode profitierst.

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Produktion: Umsetzerei Wien

Transkript anzeigen

00:00:08: Sabine: Herzlich willkommen zu unserem Podcast Liebesdoppel.

00:00:11: Roland: Der Podcast fürs Zwischenmenschliche.

00:00:14: Sabine: Hier sind die Bösels. Mein Name ist Sabine Bösel.

00:00:18: Roland: Mein Name ist Roland Bösel. Und in der heutigen Folge wollen wir euch was erzählen über die Imago-Methode.

00:00:28: Sabine: Wir haben die Imago-Methode im Jahr 2000 kennengelernt. Das kam aus den USA. Und wir haben vorher nichts davon gehört und haben das zum ersten Mal gehört bei einem Vortrag auf der Universität Wien. Und ich weiß noch, dass ich dort gesessen bin und ziemlich skeptisch war gegen das Neue, weil ich mir gedacht habe, ich habe noch nie was davon gehört, was kann denn da schon sein? Ich habe jetzt schon so viele Methoden gelernt in Österreich, von der Gesprächstherapie über Körpertherapie, Familientherapie und habe mir gedacht, was kann da schon Neues dabei sein?

00:01:00: Roland: Wir waren eigentlich ein bisschen overloaded. Wir hatten schon so viele verschiedene Methoden nicht nur ausprobiert, sondern über Jahre die erlernt. Und haben uns gedacht, warum sollen wir uns jetzt schon wieder wohin setzen und was lernen? Und ich weiß noch, genau du hast noch beim Weg zur Uni gesagt, gehen wir doch lieber was essen. Und dann sind wir dort gesessen und waren vor allem von der Hedy Schleifer. Die Hedy Schleifer war diejenige, die Imago nach Österreich gebracht hat. Und ich glaube, hätte es die Hedy damals nicht gegeben, wer weiß, ob es diese starke Imago-Szene hier in Österreich gäbe. Ich glaube nicht.

00:01:38: Sabine: Und sie ist eine sehr charismatische Person und hat uns in den Bann gezogen gleich einmal. Sofort. Sofort. Abgesehen davon, dass es angenehm ist ihr zuzuhören, weil sie auch sehr charismatisch ist, habe ich aber dann auch überprüft und mir gedacht, naja, das was sie da sagt, ich kann schon was damit anfangen. Das hat schon Hand und Fuß.

00:02:01: Roland: Ja, und wir sind ja so kritisch, wenn jemand utriert oder so unauthentisch ist. Und sie war so authentisch mit ihrem wunderbaren Mann Yumi Schleifer, der leider schon verstorben ist. Und wenn du dich erinnerst, Sabine, die Madeleine Ulbing, die leider auch ebenfalls viel zu früh verstorbene Kollegin, war ja sehr, sehr, sehr kritisch und hat die Methoden genau angeschaut. Und die hat gesagt, ihr arbeitet jetzt mit Pan. Habt ihr eigentlich schon Imago-Methode kennengelernt? Und wir haben gesagt, nein, was ist das? Und sie hat gesagt, ihr müsst dort unbedingt hin. Ich glaube, das hat dich damals überzeugt zu sagen, ja, wir schauen uns das an. Und dann sind wir gefahren zum Flackl nach Reichenau. Und ich sehe uns dort sitzen in der ersten Reihe beim Imago-Workshop. Und der erste Dialog, den sie angeleitet hat, wo sie gesagt hat, so, jetzt dreht euch zu einem Partner und schaut euch in die Augen. Ich weiß noch, ich war geflasht. Ich habe mir gedacht, wo bin ich jetzt gelandet? Weil ihr müsst wissen, die alle da zuhören, bis dorthin war ich es eher gewohnt, dass ich die Therapeutin den Therapeuten anschaue. Und hier und da, wenn ich eine Paartherapie mit der Sabine gemacht habe, habe ich zu Sabine hingeschaut. Aber da war von Anfang an, schaut euch in die Augen.

00:03:13: Sabine: Und vorher war es eben so üblich, Roland, das hast du jetzt gut genannt. Das stimmt. Erstens war das jetzt gut, dass du die Madeleine erwähnt hast, weil das war schon so für mich ein Scan.

00:03:22: Roland: Ja.

00:03:23: Sabine: Weil wenn die das gut findet, okay, die sind schon mal durch diesen Scan durchgekommen.

00:03:26: Roland: Und der Scan war beinhart.

00:03:28: Sabine: Der war beinhart, ja, stimmt. Und dieses sich anschauen gegenseitig, also anfangen tut es mit einer Wertschätzung. Ja, das haben wir schon in einer Podcast-Folge, haben wir schon darüber genauer gesprochen. Und manchmal ist es in diesen ersten fünf Minuten, wo das Paar sich gegenüber sitzt, sich in die Augen schaut, und jeder sagt eines, ich schätze an dir oder mir hat gutgetan, dass du. So fängt das an. Und da wird gespiegelt, das heißt, es wird wiederholt, was der andere gesagt hat. So fängt dieser Imago-Dialog eben an. Und ich weiß noch, ich war so fasziniert, weil die Hedy hat das dann verlangsamt und hat gesagt, wiederhol das bitte noch einmal. Und das war so klar, das trifft ins Schwarze. Da sind schon die ersten Tränen geflossen, nur weil sie es ein bisschen verlangsamt hat und weil jeder das in aller Ruhe langsam wiederholen musste, was der andere schätzt. Das war so touché, wirklich touché. Ja. Das hat mich auch sehr berührt, da zuzuschauen.

00:04:25: Roland: Also da sind wir schon bei einem wesentlichen Teil von Imago. Er wird aus meiner Sicht viel zu wenig betont. Der Erfinder der Imago-Methode, der Harville Hendricks, hat gesagt, setzt euch gegenüber und schaut euch einmal in die Augen, und einer spricht und einer hört. Das ist heute noch, wir haben schon so viele Paare begleitet, ist das sowas Magisches. Zuerst redet das Paar zu mir oder zur Sabine und dann schauen sie sich in die Augen und dann beginnt etwas, was ja auch in der Verliebtheit schon begonnen hat. Also für alle Menschen, die glücklich sind, sehend zu können. Es gibt ja auch Menschen, die das nicht mehr haben oder nie gehabt haben, dass sie sehend sind. Aber die, die das haben, haben wirklich diesen magischen Moment, da ist diese Verbindung, diese Seelenverwandtschaft kommt plötzlich. Können wir, wenn wir begleiten, etwas spüren.

00:05:26: Sabine: Genau. Und das ist das Tolle, dass wir dann, also ich sage, ich rede jetzt von uns als Profis, als Therapeuten, für uns war schon mal ein großer Wechsel, oder für mich stimmt nicht ganz, dass es ein Wechsel war, es war ein Wiederheimkommen für mich, dass das Paar die ganze Weisheit in sich hat. Die beiden, die da vor mir sitzen, oder in dem Fall war die Hedy vorne auf der Bühne und sie saß vor ihrem Paar, das Paar, das da sitzt, hat alle Weisheiten, hat alles zur Verfügung, was sie brauchen, um ihre eigenen Lösungen zu finden. Und nicht der Therapeut, der Profi, der Berater oder wie auch immer man das jetzt nennt, der hat jetzt nicht das Rezept und sagt, machen Sie das dreimal und das machen Sie bitte fünfmal, sondern das Paar ist in Kontakt und plötzlich entstehen die Dinge, es wird das gesagt, was gesagt werden soll und auch gehört.

00:06:18: Roland: Und du meinst mit Wiederheimkommen, weil du ja eine Gesprächstherapieausbildung gemacht hast, ich habe eine integrative Gestalttherapieausbildung gemacht, haben dann beide verschiedene Körpertherapie-Methoden ausprobiert und auch du, glaube ich, überhaupt zehn Jahre hast du das gemacht. Ich habe die drei Jahre dann die konzentrative Bewegungstherapie gemacht und dann haben alle gesagt, Bösels, sie arbeitet mit Paaren systemisch, dann haben wir systemisch gemacht und dann haben wir irgendwie genug gehabt und dann kam diese Einladung zur Hedy.

00:06:47: Sabine: Und da bin ich wieder nach Hause gekommen zu dem, weil in der Gesprächstherapie, wir wurde das uns auch beigebracht, dass der Klient in sich alle Antworten hat. Es ist nur manchmal verschüttet durch verschiedene, durch die Erziehung, durch Schicksalsschläge, durch Trauma, da ist das verschüttet, dieses Wissen, dass du in dir eigentlich hast, was dein Weg ist, was deine Entwicklungschance ist. Und das konnte ich dann so ganz schön, habe ich so umlegen können oder wir legen das jetzt um und ich muss dann oft lachen, wenn manche Leute dann beim Rausgehen zu mir sagen, na was meinen sie denn, haben wir jetzt eine Chance oder nicht, wo ich mir denke, die Fragen werden uns ja nach wie vor gestellt ab und zu, aber ich gebe die Frage sofort zurück an das Paar und sage, ihr seid die Experten, ihr wisst, wo es lang geht.

00:07:35: Roland: Ja und der Harville Hendrix hat die Imago Methode deswegen Imago genannt, weil das Wort Imago kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt Bild und der Harville Hendrix hat in seiner Theorie gesagt, dass jeder und jede und jeder hat so ein inneres Bild in sich, dieses innere Bild, wie sollen meine Partner und Partner sein und zwar jetzt nicht optisch, man ist draufgekommen, dass bei der Partnerwahl, die ja unbewusst passiert, dass die Optik nur eine untergeordnete Rolle spielt, für viele Frauen und Männer unvorstellbar, aber es ist so, sondern dieses unbewusstes kennt einmal ab, entspricht das meinem inneren Bild, das ich in mir trage und ich werde jetzt gleich fragen, was ist denn dieses innere Bild, ja das innere Bild ist geprägt von meinem Herkunft, also auch genetisch, es hat was mit meiner Kindheit, mit meiner Jugend, meine Erfahrungen in dieser Zeit, nämlich näherende genauso wie frustrierende Erfahrungen und natürlich auch hat es was damit zu tun, wenn ich schon vorher meine Beziehung hatte, hat es mit den Vorbeziehungen auch etwas zu tun und mit diesem inneren Bild gehen wir durchs Leben und wenn jemand diesem inneren Bild ungefähr entspricht, dann, und das haben wir ja auch schon in einem anderen Podcast erzählt, kommt dann diese Verliebtheit und das hat der Harville Hendricks sehr schön als Paartherapeut zusammengefasst und hat dann darum herum auch eine Technik entwickelt und wir haben es ja schon euch erzählt, das hat was mit den, wir nennen das Paar-Dialoge oder manche sagen auch Imago-Dialoge zu tun, wo man gegenüber sitzt, Augenkontakt hat und dann beginnt eine Wertschätzung und dann gibt es einen hörenden Teil und einen sprechenden Teil.

00:09:33: Sabine: Ja und wenn dann die Beziehung nach dieser Verliebtheit, weil dann kommt oft der Alltag und dann gibt es auch Probleme oder es gibt Streitereien und dann denkt man sich, naja wir passen ja doch nicht zusammen, weil der andere, die andere hat mich jetzt so frustriert oder hat mir wehgetan oder ist so anders als ich, wir passen nicht zusammen und da ist eben diese Imago-Theorie auch wieder sehr gut, wenn man die zur Hand hat und wenn es dann zu Frustrationen kommt nach dieser Verliebtheit, wenn die so ein bisschen abebbt, kommt es dann zu Frustrationen, zu Streitereien, Verletzungen, dass man sich dann denkt, naja wir passen ja doch nicht zusammen, wir sollten uns trennen und da ist es gut, wenn man dann diese Imago-Theorie anwendet und sagt, aha es ist kein Zufall, dass wir uns getroffen haben, weil es ist das innere Bild, das ich in mir habe von meinen Kindheitsbetreuern oder von den Menschen, die mich geprägt haben und da sind die positiven und die negativen Aspekte drinnen. Wir vergleichen das gern mit so einem Strichcode, helle Streifen und dunkle Streifen und natürlich die dunklen Streifen wollen wir alle nicht haben und wollen nicht, dass der andere uns frustriert, andererseits es ist genau die richtige Person, wenn man sich das mal auf der Zunge zergehen lässt, da ist es diese richtige Person, die genau ins Schwarze trifft und meine alten Geschichten aufwühlt, das ist nämlich kein Zufall, welche dunklen Streifen der andere hat, das ist kein Zufall, sondern das hat mit meiner Geschichte zu tun und die Idee dabei ist eben, dass anhand dieser Schmerzen, die man da hat oder dieser Frustrationen, anhand dessen sich ein Stück weiter zu entwickeln, indem man schaut, wo kommt das her, wo habe ich das schon mal erlebt und was will da jetzt verarbeitet werden, was will da jetzt integriert werden.

00:11:13: Roland: Jetzt habe ich mir gerade gedacht, für alle Sabine, die da zuhören, die werden sich jetzt denken, wo werde ich da jetzt abgeholt? Die erzählen mir da, ja, das sind die Richtigen, aber er oder sie frustriert mich so und ich habe das schon so oft erlebt, was kann da eigentlich Imago? Jetzt habe ich mir jetzt gerade gedacht, ich komme schon wieder zurück, das ist dieses Gegenübersitzen und das hat ja der Harville Hendricks zwar niedergeschrieben, aber es waren vor allem Frauen, muss man sagen, die diese Dialogtechnik entwickelt haben. Wenn du da jetzt zuhörst, das war ja gar nichts Neues, also die Imago-Therapie hat das aktive Zuhören nicht erfunden, das gab es schon in der Gesprächstherapie und in vielen anderen Methoden, aber er hat es ganz speziell mit den Frauen und vor allem die Frauen waren da in der vordersten Front.

00:12:02: Sabine: Die ganzen Therapeutinnen.

00:12:04: Roland: Die gesagt haben, okay, wir setzen die zusammen gegenüber, noch einmal für euch zum Gutsumhören, so nah wie möglich, umso weiter man auseinander sitzt, umso eher kann etwas auch runterfallen und verloren gehen und dann im Augenkontakt Wertschätzung, dann einer hört eine und der andere kommt auf Besuch.

00:12:29: Sabine: Einer spricht und einer hört eine Person und das Geniale daran ist, dass das Ganze, was gehört wurde, wiederholt wird.

00:12:37: Roland: Da werden jetzt wieder die meisten sagen, jetzt reden sie wieder komisch.

00:12:40: Sabine: Ja, das ist eine Technik des Wiederholens, weil wenn ich es wiederholen kann, dann heißt es, ich habe es auch gehört. Und manchmal fällt genau das Wort, was am allerwichtigsten war in dem Satz, fällt runter und man hat es sich nicht gemerkt und dafür sind auch wir dann da als Therapeuten, als Begleiter, dass wir dann auch aufmerksam machen, Moment, da war noch ein Wort dabei. Das heißt, der erste Teil ist das Hören und das Geniale an der Methode ist, dass zwischen Hören und Verstehen unterschieden wird. Das heißt, nur gehört heißt noch nicht, ich muss es verstanden haben. Und das ist sehr entlastend, wenn ich sage, okay, erster Teil, ich höre jetzt einmal und versuche das auch zu wiederholen, was ich gehört habe und sage einmal nichts drauf. Das ist eh schon eine große Kunst. Und das Tolle, wo eben dann auch die Heilung besteht darin, dass ich vielleicht als Kind das auch erlebt habe, diese Schmerzen oder diese Frustrationen, als jetzt als die, die spricht. Und der Roland hat die Aufgabe, es zu hören. Und das ist schon ein genialer Schritt, weil ich vielleicht konnte es als Kind niemals sagen und es wurde auch nicht gehört. Und ein Teil der Heilung ist, dass ich das sagen kann. Das frustriert mich, das tut mir weh, das ärgert mich, was immer. Und es wird gehört. Noch besser ist natürlich, der andere versteht es auch noch. Aber das ist eben der übernächste Schritt. Und dadurch, dass das so aufgesplittet wird, dass das so in Schritten aufgeteilt wird, kann man sich auch ein bisschen daran anhalten.

00:14:00: Roland: Natürlich die Hölle. Die Hölle für alle, die sagen, es muss schnell was weitergehen. Für alle die Hölle, die sagen, ich will endlich da raus, ich habe vielleicht schon eine neue Beziehung, warum soll ich mich da jetzt hinsetzen?

00:14:13: Sabine: Oder ich habe schon eine Lösung. Meine Frau sagt mir da was, mein Mann sagt mir was. Und ich habe eh schon die Lösung, warum soll ich mir das jetzt bis zum Schluss anhören? Ja, ich finde es gut, es bis zum Schluss anzuhören und noch gar nichts drauf zu sagen, weil manchmal reicht das dann auch schon.

00:14:29: Roland: Also Sabine, ich denke mir gerade, die einfachste Erklärung wäre, stellt euch zwei Einzeltherapien vor, die gleichzeitig stattfinden, nur dass immer einer zuhört und dann die andere der andere. Wir werden nämlich auch immer gefragt, soll man während der Paartherapie zusätzlich eine Einzeltherapie machen oder widerspricht das? Erstens widersprechen tut es gar nicht. Und oft passieren in der Paartherapie Prozesse, die gerade dadurch, dass wir dieses ähnliche Bild in uns tragen, hervorgerufen wird. Ich kann mich erinnern, Sabine, ich bin Jahre in der Einzeltherapie, die ich in der Ausbildung zur Gestalttherapeutin machen musste, da bin ich gesessen und habe erzählt dem Therapeuten. Und die Sabine hat wieder und er hat gesessen und gesagt, er hat genickt, er hat mich schon konfrontiert, aber das war natürlich nicht das Gleiche, als wenn du da gesessen bist. Das heißt, wir sagen, wenn die Partnerin, Partner bereit ist, mitzukommen, dann ist es natürlich am allerbesten, gleich einmal in den Imago-Workshop zu kommen, bei uns oder bei Kolleginnen und Kollegen, die das auch anbieten, um gleich diese Erfahrung zu machen, zweieinhalb Tage, was es heißt, sich wirklich miteinander auseinanderzusetzen.

00:15:48: Sabine: Jetzt fällt mir ein Dialog ein, wo wir damals bei der Hedy waren, das hat mich so fasziniert. Im Jahr 2000 haben wir diesen Workshop gemacht, bei Hedy und Yumi Schleifer. Und da hat sie einen Dialog begleitet von einem Paar, und die Frau hat gesagt, ich bin frustriert, ist lustig, dass ich mich jetzt noch erinnere, aber es hat mich wirklich total fasziniert. Ich bin da gesessen, wie ein Hollywood-Schinken ist nichts dagegen, wie faszinierend das war. Sie sagt, ich bin so frustriert, du kommst rein, ich koche gerade, und du fangst an, dich herumzuräumen und kritisierst, dass es da nicht ordentlich ist, während ich koche.

00:16:20: Roland: Das würde ich auch nicht wollen.

00:16:22: Sabine: Ja, und ich habe mir gedacht, ja, eh, stimmt schon. Und sie hat aber wirklich bitterlich geschluchzt. Dann denke ich mir, warum schluchzt die jetzt so? Wegen dem, ja, es geht ihnen eigentlich nichts an, weil während sie kocht, sie kocht halt so, wie sie kocht, und sie ist gerade dabei, dass das eben gut schmeckt, und dann ist es ihr wurscht, ob die Löffel da rumliegen oder sonst was. Also man kann sich das auch richtig gut vorstellen. Und dann sagt die Hedy drauf, na ja, und woran erinnert dich das in der Kindheit? Und dann sagt sie, na ja, ich habe eine ältere Schwester gehabt, und wenn ich irgendwas gemacht habe, dann hat die Schwester das immer schon besser können als ich. Es hat immer geheißen, deine Schwester kann das gut, aber du kannst das nicht. Wieso hast du so einen Saustall in der Küche? Wieso ist das so unordentlich? Deine Schwester kann auch kochen und kocht sehr gut, aber bei der schaut es nicht so aus. Und das war aber nicht nur eine Situation, sondern viele. Und sie hat immer das Gefühl gehabt, ich komme ja eh nicht nach, weil die Schwester ist immer die Bessere. Und deshalb hat sie geschluchzt. Und das war für mich so ein Beispiel, hey, auf die Idee komme ich ja gar nicht, dass das mit der Schwester was zu tun hat. Und diese Frau, die da gesprochen hat mit ihrem Mann, hat es natürlich auch nicht bewusst gehabt. Und das ist so das Tolle bei Imago, dass du dann mit der Begleitung von jemandem Dritten, der dich dann ein bisschen durchführt, kommst du dann drauf, wo das alles herkommt, diese Emotionen. Und da passiert ihm Heilung, weil er hat dann gesagt, ah, jetzt verstehe ich das, wenn ich das mache. Also du hast wirklich gemerkt, er ist betroffen. Er will sie ja nicht kritisieren.

00:17:48: Roland: Ich erinnere mich jetzt, weil ich glaube, er hat einen Lachkrampf gekriegt, weil er hat gesagt, da bin ich ja deiner Schwester ähnlich. Und er hat ja immer wieder Probleme mit seiner Schwägerin. Und jetzt hat er verstanden, was da passiert.

00:18:04: Sabine: Die Erkenntnis war, glaube ich, auch nicht so angenehm für ihn. Und er wollte ihr ja nicht damit zeigen, dass sie was schlecht macht. Das hat ihn halt gestört, dass da irgendwo, ich weiß nicht.

00:18:13: Roland: Ich kann mir vorstellen, Sabine, viele, die jetzt zuhören werden, vielleicht die Folge gehört haben 9010.

00:18:20: Sabine: Ja, 9010.

00:18:21: Roland: Also dort erklären wir das auch, was das bedeutet. Und nur zur Erinnerung, wir meinen nicht damit, dass man dann sagen kann, na gut, das ist eh nur ein Problem in deiner Kindheit, sondern um den gesamten Menschen zu erfassen. Nicht nur das, was jetzt gerade in diesem Moment ist oder die Frustration, die hier im Moment ist, sondern was passiert da im Hintergrund? Was läuft sozusagen im Hintergrund ab?

00:18:43: Sabine: Und wenn er das jetzt weiß, dass sie das so erinnert an diese Geschichte, wird er es auch nicht mehr so machen. Also ich war, das war wirklich so überzeugend, dass das nächste Mal, wenn er, erstens mal hat er dann gesagt, er kommt gar nicht in die Küche, während sie kocht. Das ist einmal das eine. Und das zweite ist, wenn er durchgeht, dann wird er nichts machen, sondern denkt dann an diesen Dialog zurück. Und sie hat am Schluss ihm dann ja auch drei Bitten gegeben. Sie hat ihn, was gebeten, dass er sein Verhalten verändert. Und da sind wir jetzt bei den zehn Prozent, nämlich, dass er etwas ausgelöst hat durch sein Verhalten. Und das kann er natürlich ändern. Und wir wollen das ja auch. Wir wollen ja nicht unseren Partner in die alte Kerbe reinhauen, sondern wir wollen ja...

00:19:21: Roland: Naja, manchmal schon.

00:19:22: Sabine: Nein, ja, wenn ich zornig bin. Aber weißt du, wann ich zornig bin? Wenn du in meine Kerbe reinhaust und ich in deine. Aber das wollen wir ja nicht.

00:19:30: Roland: Wir wollen ja uns gut. Ja, und wir tun es leider trotzdem manchmal.

00:19:32: Sabine: Manchmal schon. Aber was ist der Schlüssel? Das Bewusstsein. Ja. Genau.

00:19:38: Roland: Und das Üben. Also Sabine, ich bin da schon einmal sehr streng mit mir, dass mir das noch immer passiert, dass ich dir Vorwürfe mache. Und ich bin ja dann wirklich wie in einem anderen Film. Ich mache dir Vorwürfe und zwei Stunden später denke ich mir, was war da jetzt?

00:19:54: Sabine: Naja, aber genau das, was du jetzt gesagt hast, genau das hätte meine Mutter zu mir sagen müssen. Sabine, das tut mir leid. Ich war da in einem anderen Film. Ich war in einem anderen Film. Und es geht eigentlich, du kannst da nichts dafür. Und genau das hat leider nicht stattgefunden, weil es meiner Mutter ja nicht bewusst war.

00:20:10: Roland: Aber da sind wir jetzt ganz generell bei Paartherapie. Was wir immer wieder feststellen, ist, dass man dem Partner der Partnerin Sachen zumutet, im Positiven wie im Negativen, die man zu Hause in der eigenen Familie niemandem zugemutet hat. Also man sagt ja dem anderen, du bist so toll, du bist so wunderschön, du bist so ein liebevoller Mensch, vielleicht in einer Intimitätsstufe, die man niemand anderem in der Familie gesagt hat. Aber man sagt auch Grauslichkeiten zueinander, man ist wütend, zornig aufeinander, was man auch sonst niemandem zugemutet hat. Was uns noch wichtig ist, um Imago zu sagen, ist, wir waren natürlich auch wie in einer Beziehung, in einer Verliebtheitsphase, haben das alles auch sehr unkritisch gesehen, haben gesagt, ja, jetzt haben wir die Methode, mit der wir mit Paaren arbeiten. Ja, heute sehen wir, wie viel uns mit Imago geschenkt wurde und was möglich wurde. Und wir sind gleichzeitig sehr dankbar, dass wir vorher ein paar andere Ausbildungen gemacht haben. Und vor allem die größte Ausbildung bist ja du für mich, Sabine, seit fast 50 Jahren. Und die, ich weiß nicht, wie viele sind, 3000 Paare, die wir in irgendeiner Form einmal begleitet oder gesehen haben, die haben uns auch sehr trainiert. Und weißt du, wer uns noch trainiert hat? Unsere Eltern. Wahrscheinlich nicht immer so, wie man es als Paar machen soll, kann, darf, aber es war auch ein Training, ein Vorbild. Was wir damit sagen wollen... Was meinst du damit? Naja, das erste Bild, das uns geprägt hat, wie man Paarbeziehungen lebt, sind unsere Eltern. Und sagt man vielleicht, so mache ich es bestimmt nicht, aber selbst wenn ich aufs Gegenteil gehe, bin ich ja auch ein Stück abhängig.

00:21:55: Sabine: Ja, und da wiederum sind wir beim Bewusstmachen. Weil wenn es mir nicht bewusst ist, dann wiederhole ich das ganz einfach. Und das Bewusstmachen ist eben der Schlüssel dazu. Und dazu sind eben diese Dialoge so genial, indem ich ganz langsam rede, es wird wiederholt, ich erzähle dir was, was mich beschäftigt, du wiederholst es, du spiegelst es. Aber was ich so faszinierend finde, als dritte Person, als Therapeutin, als Begleiterin sitze ich da und ich glaube beim dritten oder vierten Satz spätestens sagt dann jemand etwas, was ihm vorher nicht bewusst war. Scheint eine einfache Methode, der andere wiederholt es halt, ja eh. Aber so einfach ist es nicht, weil plötzlich, ich werde gespiegelt, es wird wiederholt, was ich gesagt habe, und in dieser Sicherheit, die man dann hat, dass beide sich ein bisschen an dem anhalten können, an dieser Methode, die das auch langsamer macht, plötzlich macht es Kling und dann komme ich auf irgendwas drauf, was mir vorher nicht bewusst war. Und das ist das Geniale an dieser Imago-Methode, an diesem Wiederholen. Wie gesagt, der Harville Hendrix hat es nicht erfunden, aber dieses Gespiegeltwerden. Und wo machen wir es sonst? Auch noch bei den Kindern machen wir es ja auch oft. Bei den Babys und bei den Kleinkindern. Oder auch, wenn der Sohn kommt und sagt, Mama, jetzt weiß ich nicht, wie ich das jetzt machen soll. Soll ich jetzt lieber zu dem Fußballtraining mich anmelden oder soll ich den Schwimmkurs machen? Was macht die Mama, wenn sie gut in ihrer Mitte ist? Oder der Papa, ist egal jetzt, was macht ein Elternteil? Sagt, ah, du weißt es nicht. Du weißt nicht, ob du zum Fußballtraining gehen sollst oder zum Schwimmen. Erzähl mir mehr, was beschäftigt dich? Dann kommt das Kind, fängt dann an, naja, weißt du, beim Fußballtraining, da ist mein Freund, der Jakob. Ah, und beim Schwimmen, naja, aber ich weiß nicht. Aber ich glaube, ich gehe lieber dorthin, wo der Jakob ist. Und schon hat das Kind, ich habe es jetzt ein bisschen verkürzt vielleicht, das könnte ein paar Mal hin und her gehen, aber wenn ich dabei bleibe, das Kind zu spiegeln und nur das zu wiederholen, dann kommt es selber auf seine Antworten. Dann sind wir bei Imago, beim Rodgers und sonst noch wer, der das erzählt hat.

00:24:00: Roland: Und wir sind auch gleich bei einem großen Nachteil von Imago. Was nämlich die Stärke von Imago ist, du hast relativ schnell eine tiefe Verbindung. Und wenn du jetzt aus dem Alter kommst und hast diese Verbindung Tage, Wochen, Monate, vielleicht sogar schon Jahre nicht gehabt und du spürst sie, ist die Fallhöhe automatisch höher als wenn du es gar nicht hast. Das heißt, das berichten uns auch immer wieder Paare, die sagen, ja, wir waren da bei Ihnen und wir haben bei euch gespürt, jetzt haben wir die Verbindung wieder und dann drei Tage später hat es einen Konflikt gegeben und dann hat es noch mehr wehgetan als davor. Das ist jetzt nicht paradox gemeint oder irgendwie ironisch, ich meine es wirklich so, das ist Stärke von Imago und gleichzeitig die große Herausforderung, wenn ich es wieder gespürt habe, wie nah man sich sein kann, auch diese Rückschritte nicht als einen Rückschritt per se zu sehen, sondern als etwas, was ein bisschen dazugehört im Leben.

00:25:04: Sabine: Und auch die Angst, ich könnte es ja gleich wieder mal verlieren, weil ich weiß ja schon, es war ja so wenig Verbindung in letzter Zeit, oh, jetzt habe ich es für einen Moment, eigentlich ist es das, wonach ich mich sehne, oh, und ich könnte es jetzt auch gleich wieder verlieren.

00:25:17: Roland: Ja, und deswegen wollte ich auch schon vorher dorthin, dass wenn du da jetzt zuhörst, Imago ist eine von vielen Methoden und es ist wahrscheinlich die Methode, wo du, wenn du einen klassischen Imago Therapeuten, Therapeutin an deiner Seite sitzen hast, wenig bis kaum irgendwelche Ratschläge bekommst, ich sage immer, Ratschläge sind eh die schlimmsten Schläge, sondern wo er oder sie diesen Raum haltet, dass ihr euch begegnen könnt. Natürlich sagt ein Therapeut oder Therapeutin, die viel Erfahrung hat, vielleicht auch sagt er jetzt mal der Stopp oder der Verlangsamen oder ich spüre da gerade was, stimmt das, aber im Wesentlichen lasst er oder sie diesen Prozess laufen und schaut, dass die beiden in Verbindung sind, damit das, was du, Sabine, sagst, dieser magische Moment der Verbindung, wo dann ein Stück mehr Bewusstsein entsteht, sich entwickeln kann und Imago kann viel und kann auch viel nicht und wichtig ist, dass ihr, wenn ihr eine Paartherapie macht, es weder der Therapeutin dem Therapeuten noch der Methode zuschreibt, sondern es seid letztlich ihr beide, die das gemeinsam entwickeln und vielleicht hast du dann auch das Glück mit der für dich richtigen Methode und mit den Menschen, die dich da begleiten, die Therapeutinnen und Therapeuten, genau diese Erfahrungen zu machen, weil das wünsche ich dir, weil es geht nicht so, um zu sagen, ich habe das Richtige gemacht, sondern ich habe das gemacht, wo ich das Gefühl habe, ich bin meiner Frau, Mann, Partnerin, Partner wieder ein Stück näher gekommen und auch mir ein Stück näher.

00:26:56: Sabine: Und jetzt, liebe Hörerin, lieber Hörer, gehe einen Moment in dich und überlege mal, du bist Expertin, Experte, wie du Verbindung herstellen kannst, wie hast du es schon in der Vergangenheit gemacht zu deinem Partner, Partnerin, du kannst es ganz sicher, es ist dir sicher schon oft gelungen, wie machst du es am besten, machst du es durch Worte, durch Blicke, manche machen es auch, indem sie dir Hand geben, Berührung, eine Umarmung, wie kannst du am besten Verbindung herstellen zu deinem Partner, Partnerin, vielleicht das kann ja auch ein Freund oder eine Freundin sein,

00:27:31: Roland: wie kommst du am besten in Verbindung mit Menschen? Vielleicht bist du gerade in keiner Beziehung, aber du erinnerst dich an die letzte Beziehung, wo du das dann auch machen kannst, aber schau mal, was ist deine, grundsätzlich deine Stärke, für was bist du besonders gut geeignet?

00:27:50: Sabine: Und mach dir bewusst, dass du darauf jederzeit zurückgreifen kannst. Also ich würde sagen, vielleicht ist das jetzt ein bisschen übertreiben, aber ja, du kannst darauf zurückgreifen.

00:28:00: Roland: Ich glaube auch.

00:28:01: Sabine: Und du kannst dir vielleicht auch die Situationen schaffen, in denen du in Verbindung gehen kannst und das tut uns Menschen ja gut, wir sind ja Verbindungswesen, wir wollen ja in Verbindung sein, ich kann auch zum Supermarkt gehen und dort ein nettes Gespräch führen und hab das Gefühl, schön, dass ich unter Menschen bin, unter freundlichen Menschen.

00:28:21: Roland: Wir sind das beste Beispiel, wir haben schon so große Krisen gehabt und es ist uns immer wieder gelungen, in Verbindung zu kommen.

00:28:27: Sabine: Ja, da sind wir aus der Verbindung rausgekommen, aber wir wussten auch, wie wir wieder reinkommen.

00:28:30: Roland: Im Moment, wo wir rausgeflogen sind, nicht, aber wir haben jetzt rückblickend, wissen wir es, aber in dem Moment haben wir es, glaube ich, nicht gewusst, das war auch immer wieder die Entscheidung, wir bleiben dran.

00:28:42: Sabine: Es fühlt sich so an, als ob ich es nicht wüsste, wie ich in Verbindung komme, aber in Wirklichkeit weiß ich es und dafür ist es auch ganz gut, sein Hirn einzuschalten und zu sagen, Moment einmal, ich hab das doch schon mal gehabt, wie hab ich denn das gemacht? Also da auch das Hirn einzuschalten und zu sagen, ich schaue jetzt einmal, dass ich eine Situation schaffe, wo ich in Verbindung kommen kann.

00:29:01: Roland: Ja, wir kommen zum Schluss unserer heutigen Folge, vielleicht magst du in einer gewissen Weise ein bisschen frustriert sein, weil du sagst, ja, die Bösels haben mir jetzt eigentlich gesagt, glaub mehr an dich selbst, als vielleicht an die Methode oder Therapeuten und dabei hab ich mich ja so, ja, ich hab mir auch gedacht, ich will diese Folge jetzt hören und dann hab ich wieder ein Stückchen mehr gewonnen, aber vielleicht verstehst du, was wir meinen, vertraut auch ein Stück dir, nicht um zu tricksen, sondern vertraut dir, dass du mit einer Methode, die dir zusagt, mit deiner Partnerin, Partner, wieder in Verbindung kommst, um das zu entwickeln, worum es dir geht im Leben.

00:29:46: Sabine: Und eines hab ich noch für dich mit auf den Weg, ein kleines Jausenpackerl, ein Pschorrpackerl und zwar, probier einmal dein Gegenüber zu spiegeln, zu wiederholen, was dein Gegenüber sagt. Das kann sein im Supermarkt jemand, der sagt, die Erdbeeren sind so teuer, dass du sagst, ja die Erdbeeren sind teuer, kannst spiegeln. Oder Kinder, bei Kindern machen wir sowieso meistens automatisch, bei guten Freunden, Freundinnen, bei einem Partner, Partnerin, dass wenn jemand etwas sagt, eine Ich-Botschaft, dass du das spiegelst und schau was passiert.

00:30:19: Roland: Weißt du was mir da einfällt Sabine, dass man eine, hat man geforscht und hat festgestellt, dass die im Bedienungspersonal arbeiten, in der Gastronomie, die ihre Bestellung spiegeln. Das heißt zu sagen, was alles bestellt wurde, kriegen mehr Trinkgeld.

00:30:36: Sabine: Ich warte oft schon darauf, dass der Kellner das spiegelt, weil ich mir dann oft nicht sicher bin, hat er das jetzt gehört oder nicht. Überhaupt, wenn ich es vielleicht korrigiert habe, meine Bestellung und dann warte ich, dass der spiegelt und viele spiegeln ja, ganz automatisch, eben und die kriegen dann mehr Trinkgeld.

00:30:51: Roland: Interessant oder? Vielleicht ist es so, dass du in deiner Beziehung und deinen Beziehungen, das gilt ja nicht nur für Paarbeziehungen, hier und da spiegelst und dich rückerinnerst, wie wichtig es ist aktiv zuzuhören und abschließen möchte ich von mit einem, ich glaube es ist vom Dalai Lama, der gesagt hat, wenn wir wirklich zuhören, wenn wir wirklich zuhören, dann vernehmen wir das Lied, das hinter den Worten sich verbirgt. Und um das geht es auch mit Hilfe der Imago-Methode. Wir hoffen, wir haben dich ein Stück mitgenommen, ganz gleich, ob du in Beziehung lebst oder gerade Single bist. Wir hoffen, dass du ein bisschen für dich was entdeckt hast, wo du wieder mehr Handlungsspielraum kriegst in deinem Leben, dass sich dein Leben weiterentwickelt.

00:31:37: Sabine: Ihr Lieben, probiert es aus, wir wünschen euch gutes Gedingen dabei und alles Gute, bis zum nächsten Mal.

00:31:44: Roland: Macht es gemeinsam.

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