Sagen, was gut ist: verbale Blumen schenken.
Shownotes
Wie viel Sätze bewirken, die mit „ich schätze an dir“ beginnen und vom Gegenüber bewusst gehört werden, wissen Sabine und Roland Bösel aus Jahrzehnten der Paarbegleitung und aus ihrer eigenen, rund 50 Jahre währenden Beziehung. In dieser Podcastfolge teilen sie mit dir in gewohnt anekdotischer Weise, was es in Sachen verbale Zuwendung zu wissen gilt.
Zu verstehen, warum Kompliment nicht gleich Kompliment ist, wann Anerkennung zur Manipulation wird und wieso „das kann ich nur zurückgeben“ eine von vielen oft angewandten Killerreaktionen auf Wertschätzung ist, schützt vor klassischen Beziehungsfallen.
Am Ende ist’s wieder einfach: In Beziehungen funktioniert, was von Herzen kommt und bereitwillig angenommen wird.
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Produktion: Umsetzerei Wien
Transkript anzeigen
00:00:08: Sabine: Herzlich willkommen zu unserem Podcast Liebesdoppel.
00:00:11: Roland: Der Podcast fürs Zwischenmenschliche.
00:00:13: Sabine: Hier sind die Bösels, mein Name ist Sabine Bösel.
00:00:16: Roland: Mein Name ist Roland Bösel und in der heutigen Folge geht es um sagen was gut ist, verbale Blumen schenken. Wir starten gleich mal. Sabine, ich schätze so sehr, dass du seit fast 50 Jahren immer wieder mich damit konfrontierst, wo du siehst, wo ich mich in meiner Persönlichkeit noch weiterentwickeln kann, soll und das auch meistens mit so einer Art und Weise machst, wo ich es erstens verstehe und zweitens es auch gut nehmen kann.
00:00:56: Sabine: Ich höre, du sagst, du schätzt an mir, dass ich dich seit über 50 Jahren, wie hast du es gesagt, mit deiner Persönlichkeit, dir helfe, deine Persönlichkeit zu entwickeln. Ja, sag es mir noch einmal bitte.
00:01:12: Roland: Ja, du hast ganz viel gehört. Was mir wichtig ist, dass du hörst, dass du seit 50 Jahren, es sind ja praktisch fast 50 Jahre, immer wieder mich damit konfrontierst, meine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und damit auch das Beste aus mir heraushole.
00:01:29: Sabine: Dass ich dich seit über 50 Jahren damit konfrontiere, deine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und dass du das Beste aus dir herausholst. Habe ich dich gehört?
00:01:39: Roland: Ja, du hast mich gehört. Du hast nur jetzt noch gesagt, es ist schon über 50 Jahre, aber ich glaube, dass...
00:01:44: Sabine: 50 Jahre, weniger, fast 50 Jahre.
00:01:47: Roland: Du hast mich gehört, liebe Sabine, danke.
00:01:51: Sabine: Und ich schätze an dir, dass du heute früh mich ganz direkt gefragt hast, machst du dir Sorgen wegen diesem Knubbel an deinem Knöchel? Und ich habe dann gesagt ja, dann hast du gesagt, ich glaube, du möchtest gleich zur Ärztin gehen, stimmt's? Und dann habe ich gesagt ja. Und das hat mir sehr gut getan.
00:02:10: Roland: Also Sabine, du schätzt an mir, dass ich dich heute früh gefragt habe, ob du nicht gleich zur Ärztin gehen willst, wegen deiner Geschichte am Knöchel. Und du hast gesagt ja. Und ich habe dann gesagt, na dann unternimm doch gleich was. Habe ich dich gehört?
00:02:27: Sabine: Du hast schon viel gehört. Du hast mich eindeutig gefragt, ob ich mir deswegen Sorgen mache. Und das schätze ich, du hast da ein Schwarze getroffen. Du hast das irgendwie bemerkt.
00:02:38: Roland: Ich höre, du sagst, was dir wichtig ist, dass ich höre, dass ich dich gefragt habe, ob du dir Sorgen machst. Und ich habe damit auch ins Schwarze getroffen. Habe ich dich gehört?
00:02:48: Sabine: Ja, du hast mich gehört.
00:02:51: Roland: Ja, herzlich willkommen, wie gesagt, zu dieser heutigen Folge Liebesdoppel. Wie können wir anders beginnen, indem wir beginnen, wie wir Wertschätzung, Anerkennung verstehen? Und nur kurz, falls du das erste Mal bei uns reinhörst. Wir sind, wie gesagt, 50 Jahre fast zusammen. Seit über 35 Jahren begleiten wir Paare oder Generationspaare. Sind also Psychotherapeutin und Therapeut.
00:03:19: Sabine: Und was wir jetzt gerade gemacht haben, das hat dich vielleicht wunder genommen. Vielleicht hast du dir gedacht, was machen die da jetzt? Spinnen die? Was wir jetzt gerade gemacht haben, im Fachjargon heißt das Spiegeln. Wir haben wiederholt, zuerst habe ich das wiederholt, was der Roland mir gesagt hat. Und ihr habt es eh gemerkt, es hat auch geholpert. Ich habe die Hälfte vergessen. Obwohl ich das ja schon kenne. Ich bin ja da Profi. Wir sind da sehr trainiert. Und dennoch, wenn es mich betrifft, höre ich oft die Hälfte nicht. Und das betrifft nicht nur mich, das betrifft viele, viele, viele Menschen, die bei uns auch aus und eingehen. Und meine Wertschätzung war was sehr Konkretes, was heute früh passiert ist. Du hast das eine, das war auch sehr interessant, weil ich habe gesagt, du hast, ich schätze es, dass du mich gefragt hast. Ob ich mir Sorgen mache. Und du hast genau das nicht wiederholen können, weil es dir irgendwie runtergefallen ist. Das war aber wichtig. Das heißt, wir haben euch was ganz Wichtiges gezeigt. Eine Wertschätzung aussprechen. Das heißt etwas Positives, jemandem sagen, was gut ist, sagen, was gut ist, Blumen schenken, verbale. Und eine wichtige Regel ist zu hören. Und wenn ich es wirklich gehört habe, kann ich es auch wiederholen. Aber ihr habt gemerkt, dass selbst bei Profis, die das oft üben, fällt die Hälfte, fällt runter. Und damit sind wir schon bei unserem Thema.
00:04:37: Roland: Wobei, es ist wichtig, dass ihr wisst, wir reden tagsüber ganz oft ganz normal, wie jeder, wie du und wie viele andere. Und gerade wenn es um Paarbeziehungen geht und in dem Fall heute, wenn es um Wertschätzung geht, ist es gut, deine Partnerin, deinen Partner oder deine Schwester, Bruder, Mutter, Vater, Tochter, Sohn, wenn du eine Wertschätzung hast, manchmal zu bitten, kannst du das bitte wiederholen, was ich gerade sage? Weil nur wenn ich es gehört habe, kann ich es auch dann ganz zu mir in meine Seele, in mein Herz nehmen.
00:05:09: Sabine: Genau, dann tut es mir auch gut und dann nähert es mich auch.
00:05:12: Roland: Möglicherweise, ja.
00:05:12: Sabine: Und was sehr weit verbreitet ist, die Leute hören schlecht auf dem Ohrwaschel. So wie wir zwei gerade, obwohl wir trainiert sind, man hört oft schlecht auf dem Ohr. Was auch ein Klassiker ist, ich sage jetzt zu dir, du schaust so strahlend aus und dieser Pulli steht dir so gut. Du strahlst richtig.
00:05:28: Roland: Jetzt übertreibst du aber ein bisschen.
00:05:32: Sabine: Also was macht der Roland gerade? Kleinreden.
00:05:35: Roland: Und es hat was für sich, dass ich manchmal, wenn die Sabine gerade zu mir, zu meinem Aussehen etwas sagt, das ganz schwer nehmen kann oder wie ich mich anziehe.
00:05:46: Sabine: Jetzt sag du was zu mir. Ich zeige gleich noch was vor. Sag mal was.
00:05:51: Roland: Ich schätze so sehr, dass du dir so Zeit nimmst wie unsere Enkelkinder.
00:05:57: Sabine: Ja, das Kompliment kann ich nur zurückgeben. Das machst du ja genauso.
00:06:01: Roland: Das liebe ich. Das kann ich nur zurückgeben. Stell dir das so vor, auch so bildlich. Man überreicht jemand Blumen und der andere nimmt die Blumen und gibt es dem anderen wieder zurück. Jetzt könntet ihr sagen, das ist Wortklauberei. Aber es hat eine tiefere Symbolik. Wenn Komplimente, Wertschätzungen, Anerkennungen nicht landen, dann kann es einerseits demjenigen oder derjenigen, die die Wertschätzung, Anerkennung bekommen, auch nicht nähern und in sich ausbreiten. Und umgekehrt, der andere hat das Gefühl, er oder sie fällt damit ins Leere. Das heißt, wir sind bei einem wichtigen Thema in Paarbeziehungen, aber auch in jeder anderen wichtigen Beziehung, nämlich verbale Zuwendung zu geben. Das ist eine der fünf Sprachen der Liebe. Gerade in Paarbeziehungen ist es wichtig. Und jetzt, Achtung, Achtung. Es ist wichtig, unabhängig wo ihr gerade in der Beziehung seid. Weil es sagen manche, ja, eh klar, wenn es in einer Beziehung gut läuft, dann geht es eh easy. Dann gibt es wahrscheinlich manche, die sagen, dann brauche ich es eh nicht sagen. Also es ist in dem Sinn keine Selbstverständlichkeit, wenn es einem gut geht, um zu sagen, das muss man eh nicht mehr sagen. Sondern gerade da ist es wichtig, um diese gute Verbindung in der Beziehung zu halten. Umgekehrt, wenn man gerade nicht weiß, wie geht es weiter mit uns, dann umso mehr. Weil wenn du deine Wahrnehmung schärfst, dann findest du selbst bei deiner Partnerin, Partner, mit dem du gerade total überkreuzt bist oder nicht sicher bist, bleiben wir zusammen etc., findest du etwas, wo du Wertschätzung, Anerkennung geben kannst.
00:07:43: Sabine: Was man auch machen kann, abgesehen davon, dass das Ohrwaschel verstopft ist, man kann auch die Blumen, wenn man bekommt, man kann die Blumen abschneiden, den Kopf abschneiden von den Blumen.
00:07:53: Roland: Wie meinst du das jetzt?
00:07:54: Sabine: Naja, zum Beispiel, wenn du mir sagst, ja, das schaut so fesch aus, dein Rock steht dir so gut, dass ich dann sage, naja, den hab ich schon so lange, ich hab mir halt schon gedacht, naja, der ist wirklich in die Jahre gekommen, schaut so zerfledert aus.
00:08:07: Roland: Gut, dann fall ich ins Leere, dann komme ich nicht an.
00:08:10: Sabine: Genau. Oder du sagst mir, die Frisur ist jetzt gut und ich sag, ach wirklich, ich hab gar keine Zeit gehabt, die Haare zu waschen, jetzt hab ich halt ein bisschen geschummelt. Hab's jetzt so nach hinten getan, dass man es nicht so sieht.
00:08:24: Roland: Was glaubst du eigentlich, wir haben das gar nicht bei der Vorbereitung besprochen, was ist das, dass wir manchmal, es geht ja nicht nur dir so, es geht mir so, es gibt vielen anderen, die sich schwer tun, dann so Blumen anzunehmen. Also eine Vermutung ist, dass man es in Vorbeziehungen mit anderen Partnern oder vor allem auch im Elternhaus nicht kennengelernt hat. Vor allem, dass auch das Vorbild, die Eltern fehlen, dass die Eltern sich gegenseitig Blumen geben und schenken.
00:08:57: Sabine: Ja, aber auch, es gibt ja so ein Sprichwort in Oberösterreich, glaube ich, sagt man das aber auch sonst, nicht geschimpft ist gelobt genug. Ich kann es jetzt gar nicht so auf oberösterreichisch sagen. Ich glaube, dass wir es schon ein bisschen anders gemacht haben, müsste man unsere Kinder fragen. Aber die Generation unserer Eltern haben auch gefunden, wenn nicht geschimpft ist, ist auch schon genug gelobt. Sonst werden die Kinder ja, sonst wird man ja größenwahnsinnig. Also ich glaube, es ist diese Angst auch jetzt zu überheblich darüber zu kommen. Man muss ja schön bescheiden sein und klein bleiben. Also ich muss da immer durchatmen, wenn jemand sowas sagt, vielen Dank, dass ich wirklich innehalte und durchatme und das auch einmal annehme und mich davon eben nähern lasse.
00:09:39: Roland: Liebe Hörerinnen, lieber Hörer, es ist so wichtig, einerseits, dass wir es aussprechen, andererseits, dass es auch bei der anderen Person landet. Das gehört auch geübt. Das gehört geübt und wenn es nicht gelingt, dann ist es nur ein Zeichen, dass da hier mehr Übung braucht.
00:09:59: Sabine: Was schwierig ist beim Wertschätzung geben, beim Anerkennung geben, was nicht gut ankommt und wo man sich ein bisschen hüten soll davor, dass man es macht, um etwas zu erreichen. Also bei kleinen Kindern macht man das ja manchmal. Ja, ich habe das einmal in einem gescheiten Artikel gelesen, wo im Stand, dass es gut ist zu sagen, was schätze ich an dem Kind. Du hast jetzt das und das gemacht. Ich habe das jetzt wahrgenommen, dass du das gemacht hast und du hast jetzt das wirklich schön ausgeschnitten und hast das jetzt schön ausgemalt und bist nicht über den Rand rausgekommen. Ja, das gefällt mir gut. Und dass man das genau benennt, was es war, aber nicht übertreiben. Ja, Schatzi, das hast du sehr toll gemacht und bist sehr super, weil das Kind merkt dann, dass das nicht authentisch ist. Also wenn es unauthentisch ist und auch wenn es manipulativ ist. Also genau, das Kind räumt den Tisch ab und du lobst es über die Maßen, weil du willst erreichen, dass es weitermacht.
00:10:53: Roland: Ja, das sehen wir gleich bei meinem Beispiel. Was wir euch mitgeben wollen, zu beobachten, dass bei einem Menschen etwas Nettes zu sagen, wir vor allem unterscheiden bei der verbalen Zuwendung zwischen Wertschätzung und Anerkennung. Und was du jetzt gerade gesagt hast, war eine Anerkennung.
00:11:12: Sabine: War die Anerkennung.
00:11:13: Roland: Nämlich etwas, was der andere tut. Da gibt es auch so Gefallen, dass man sich mal anerkennt, ah, das hast du diesmal nicht gemacht. Übrigens bei jeder verbalen Zuwendung.
00:11:24: Sabine: Du meinst, es ist ja nicht dabei, ich anerkenne, dass du nicht genörgelt hast oder sowas.
00:11:29: Roland: Also Vorsicht, Vorsicht, Falle, Falle. Wenn du eine Wertschätzung oder eine Anerkennung aussprichst und das ist nicht drinnen, dann braucht das Gehirn viel mehr Zeit, um die Wertschätzung, Anerkennung zu verstehen. Womöglich kommt aber genau dann das Gegenteil an. Das heißt, wenn du eine Wertschätzung oder Anerkennung aussprichst, dann Vorsicht vor dem Nicht-und. Jetzt komme ich nochmal zurück, was du vorher gesagt hast, die Anerkennung.
00:11:58: Sabine: Mit dem Ziel auch zu manipulieren, was man nicht nur bei Kindern macht, aber auch bei Erwachsenen machen kann.
00:12:06: Roland: Anerkennung, wenn jemand jeden Tag, ich weiß nicht, das Frühstück in der Früh macht, dann ist es auch dann wichtig, auch wenn es jeden Tag ist, das anzuerkennen und zu sagen, danke, dass du das machst. Wenn ich es aber nur mache, damit der andere ja nicht damit aufhört. Und gleichzeitig gibt es sicher etwas, was neben dem jeden Tag Frühstück machen, vielleicht auch etwas, wo du merkst, ah, da hat er oder sie jetzt sich auch in der Persönlichkeit, wie wir das nennen, gedehnt weiterentwickelt, dass ich das auch anerkenne. Und dann vielleicht sagst du dann, dass der Einige, ich bin ja als Kind, ich habe als Kind, für alle, die das noch nicht mitbekommen haben, ich komme aus einem großen Gewerbebetrieb aus Wien, wo meine Eltern eine Fleischerei mit 150 Mitarbeitern innen gehabt haben und im Haus, wo wir groß geworden sind, waren das so 70 Leute. Ich habe da oft mitgeholfen und dann sind die Kundinnen und Kunden gestanden.
00:13:04: Sabine: Du hast auch so eine Schürze gehabt, wo das Emblem drauf war, wo das Logo drauf war. Ich war schon fleißig. Du hast die Schürze gehabt, das heißt, du bist schon manipuliert worden mit der Anerkennung. Das war ein Versuch.
00:13:15: Roland: Manipuliert ist mir jetzt fast zu stark.
00:13:17: Sabine: Aber es wurde sehr besonders hervorgehoben.
00:13:20: Roland: Es war irgendwie auch in dem Umfeld, in dem Kontext unseres Familienbetriebs, auch so etwas wie angesagt.
00:13:27: Sabine: Das heißt, bei dir ist aber auch, wenn ich dir zu viel Anerkennung gebe, es hat mich ja manchmal gewundert, wenn ich das gemacht habe, jetzt mache ich es, glaube ich, eh nicht mehr, aber dann habe ich mich manchmal gewundert, wenn du es nicht so angenehm findest, weil das ist dann auch dieses hier Leistung, da Liebe. Und viele wurden ja von uns auch so erzogen, wenn ich genug Leistung bringe, kriege ich die Liebe. Und dann arbeitet man, Leistung, Leistung, Leistung. Und wenn der Partner das dann anerkennt, Leistung, Anerkennung, Leistung, Anerkennung, dann dreht sich das Radl ja immer schneller.
00:13:59: Roland: Das heißt, für mich ist Anerkennung schon okay, nur wenn es in die Richtung geht, dass es nur irgendwie manipulativ ist oder wenn es auch so redundant ist, wenn es sich wiederholt. Also was ich dann brauche, ist auch die Wertschätzung.
00:14:16: Sabine: Der Unterschied ist der, ich schätze es an dir, dass du so strahlst, dass du so einen schönen gelben Pulli anhast, und das passt dir so gut. Das ist jetzt eine Wertschätzung. Und das wäre jetzt das Gegenteil von dem, ich anerkenne eine Leistung. Ich schaue so gerne in deine schönen grün-braunen Augen. Du hast so schöne Augen. Das hat mit Leistung nichts zu tun, sondern das ist einfach der Roland, das bist du, ich schaue dir gerne in die Augen und das tut mir gut.
00:14:43: Roland: Und wenn du da jetzt zuhörst, kannst du vielleicht schon erahnen, wenn für mich schwer ist, Anerkennung zu bekommen, weil ich es als Kind so oft gehört habe, übrigens einer meiner ersten Sätze, die ich sagen konnte, war, der Roland hat viel Arbeit.
00:14:58: Sabine: Genau, da komme ich dann in diese Kerbe, wenn ich das sage.
00:15:01: Roland: Und was glaubt ihr, die dir jetzt da zuhören, was ist für die Sabine wichtiger?
00:15:06: Sabine: Interessant, nämlich, dass meistens bei Paaren so ist, dass der andere Paar, in dem Fall ich, für mich ist wichtiger die Anerkennung als diese Wertschätzung. Warum? Das erkläre ich jetzt auch noch. Ich wurde mit dieser Wertschätzung, also was ich oft gehört habe, ah, die Sabine kommt, da geht die Sonne auf. Und ich habe es auch gelernt, dann so eine gute Stimmung reinzubringen und das irgendwie zu harmonisieren. Das war auch so ein Job von mir, den ich mir auch ausgesucht habe, als Kind nicht bewusst. Also ich habe es mir nicht ausgesucht, aber ich hatte diesen Job in meiner Familie. Ich habe das oft gehört, ah, die Sonne geht auf, wenn die Sabine kommt. Und wenn ich das höre, habe ich auch das Gefühl, ich muss auch erscheinen, ich muss irgendwie da sein. Sie haben es deswegen gesagt, weil ich da bin, weil ich lebe und weil ein Unglück auch passiert ist in meiner Familie. Meine Schwester ist verunglückt.
00:16:02: Roland: Vor deiner Zeit.
00:16:03: Sabine: Vor meiner Zeit. Und dann war es umso wichtiger, aber es war sowieso wichtig, aber umso wichtiger, dass ich da bin, dass ich am Leben bin und dass ich so strahlend bin und gute Stimmung verbreite.
00:16:13: Roland: Das heißt, es war auch ein Teil der Notwendigkeit im Familiensystem.
00:16:17: Sabine: Ja, genau. Das war mein Part sozusagen in der Familie. Jedes Kind macht ja was in einer Familie, was notwendig ist. Und das andere, die Anerkennung für meine Leistungen, ist eigentlich zu kurz gekommen.
00:16:30: Roland: Hattest du das dann gar nicht gegeben bei dir?
00:16:33: Sabine: Nein, ich war ja die Jüngste. Also wir waren dann eben drei, meine zwei Brüder und ich.
00:16:39: Roland: Nachdem deine Schwester...
00:16:40: Sabine: Und meine Schwester, die wäre in der Mitte gewesen, aber die ist gestorben, ist verunglückt. Und ich war halt die Jüngste. Das heißt, das, was ich jetzt gemacht habe, sei es jetzt die Schule, Volksschule, Gymnasium, Matura, das war alles schon selbstverständlich, weil die Brüder waren, haben das ja schon gemacht. Und es ist sicher so, dass so beim ersten Kind ist das was Besonderes, beim zweiten Kind, aha, ja, okay. Und beim vierten Kind ist es schon, ja, passt, gut. Und hat natürlich auch Vorteile, dass das jetzt nicht so allzu wichtig war. Aber ich hatte auch das Gefühl, dass da jetzt gar nichts, gar kein Brimborium drum gemacht wird. Oder kaum, kaum. Gar nichts würde ja auch nicht stimmen jetzt. Aber das heißt, ich brauche viel mehr die Anerkennung. Und ein Danke, dass du das gemacht hast, ist für mich eine Anerkennung, ein wahrgenommen werden, dass ich das gemacht habe.
00:17:31: Roland: Und das Spannende ist, Sabine hat es ja eh schon gesagt, dass oft in Paarbeziehungen ist es so, dass eine Person mehr die Wertschätzung braucht und die andere mehr die Anerkennung. Das ist nicht bei allen Paaren so. Aber wir haben ja doch sehr, sehr viele Paare gesehen. Und da haben wir das oft beobachten können, dass das sich ein bisschen aufteilt. Was glaubt ihr jetzt, die da uns zuhören, wenn ich als Kind zu wenig Wertschätzung bekommen habe, sondern mehr die Anerkennung? Was werde ich der Sabine eher geben? Ja, natürlich die Wertschätzung. Und die Sabine?
00:18:06: Sabine: Ich habe zu wenig Anerkennung gehört. Das war eben, wie gesagt, eher selbstverständlich. Dann finde ich das wichtig und daran denke ich eher, dass ich sage, ich anerkenne das. Wow, das ist toll, dass du das gemacht hast. Vielen Dank und super. Das war ja wieder mal eine Meisterleistung. Toll. An das denke ich viel eher, als zu sagen, einfach schön, dass du da bist oder schön, dass du meine Hand genommen hast zum Beispiel.
00:18:29: Roland: Ja, wobei das geht schon. Ja, okay, stimmt.
00:18:31: Sabine: Ja, aber da spüre ich dich und das tut mir gut. Und das hat aber wenig mit Leistung zu tun, finde ich halt. Ja, das stimmt. Oder ist es eine Leistung, meine Hand zu nehmen? Ich glaube nicht.
00:18:41: Roland: War schon auch mal ein Versuch. Ja, aber was wir euch damit zeigen wollen, ist, dass man sich da auch verstricken kann. Und natürlich nicht in der Verliebtheitsphase, auch nicht in vielleicht den ersten Beziehungsjahren. Aber wenn du gerade in einer Beziehung lebst oder wenn du dich so zurückerinnerst an deine letzte Beziehung oder auch mit einer guten Freundin, Freund, Schwester, Bruder, neigst du dazu, eher Wertschätzung zu geben? Und hat das was vielleicht mit deiner Geschichte zu tun, mit dem, wie du sozialisiert erzogen wurdest oder für deine Vorbeziehungen? Oder neigst du eher dazu, Anerkennung zu geben? Und wie hängt das mit deiner Geschichte zusammen? Das kann sehr hilfreich sein, insbesondere wenn du in Paarbeziehungen lebst, weil dann können Irrtümer aufgedröselt werden. Und das war ja bei uns lange auch ein Missverständnis. Und wir haben auch viel gestritten. Jetzt hör auf, mir gibst du schon wieder dafür eine Anerkennung. Das ist eh klar, dass ich das tue. Und Sabine hat oft gesagt, ich will jetzt nicht, dass du da jetzt siehst, wie fesch ich gerade bin. Ich möchte auch, dass du siehst, ich bin tatkräftig. Ich bin dabei. Und wisst ihr, was passiert, wenn man darauf achtet, wenn Wertschätzung, Anerkennung wirklich aus dem Herzen kommt und wirklich an den anderen adressiert wird, dann steigert das die Verbindung, die Sicherheit. Vielleicht habt ihr die Folge gehört, Sicherheit und Leidenschaft. Also es kommt vielmehr zur Verbindung, Sicherheit. Und gleichzeitig, wenn jemand so wie die Sabine die Anerkennung bekommt, kann das sein, dass sie diesen Teil sogar, wenn es eben nicht manipulativ gemeint ist oder positiv gesagt, wenn es wirklich aus dem Herzen kommt, dann auch sehe ich in ihrer Persönlichkeit ihre Potenziale leben. Und da sind wir bei der Leidenschaft, Sicherheit und Leidenschaft. Und vielleicht wollt ihr da mal auch reinhören.
00:20:43: Sabine: Das ist auch eine Übung, das auch bereitwillig anzunehmen und eben nicht, so wie wir es vorher vorgezeigt haben, das Kleinreden oder das Relativieren oder Diplomen abschneiden. Dieses bereitwillig annehmen will auch gelernt sein und mit dem Bewusstsein, das tut mir gut, wenn ich es nämlich nicht bekomme, es fehlt ja was. Und wenn ich es bekomme und wenn ich es wirklich bereitwillig annehme, das ist eine Übung. Und wir haben in unserem Workshop, im Imago-Workshop, gibt es am Schluss eine Übung für die Paare, die dort sind. Das nennt sich Überfluten. Und das geht so, dass eine Person sagt viele positive Dinge und der andere, der Partner sitzt am Sessel und muss sich das anhören. Muss, ja muss. Wir haben das ja auch gemacht. Du hast es mal zum Geburtstag für mich gemacht.
00:21:28: Roland: Ich habe es dir auch einmal gemacht.
00:21:30: Sabine: Du hast es bei mir gemacht zum Geburtstag einmal. Und du hast gesagt, ich soll mich da auf einen Stuhl setzen. Und hast begonnen und bist um mich herum gegangen und hast mir schöne Sachen gesagt. Am Anfang war ich aufgeregt und auch verlegen. Es war ein Stück peinlich. Und dann hat es mich aber wirklich zu Tränen gerührt, wenn ich es dann angenommen habe als das, wie du mich siehst. Auch wenn ich vielleicht nicht mit allem 100% bin. Sicher nicht 100% der gleichen Meinung. Ich habe einen anderen Blick auf mich natürlich. Dass ich das annehmen konnte, als es so ist, wie du mich siehst. Und manches trifft auch ins Schwarze. Ich sehe mich auch so. Und wirklich dableiben, zuhören, durchatmen. Und es darf einen auch rühren. Wenn ich es wirklich aufnehme, ist es oft sehr, sehr berührend. Und dann kommen auch die Tränen der Rührung.
00:22:20: Roland: Und es sind Tränen der Rührung. Oft sind es aber auch Tränen des Schmerzes. Weil wenn ich so sozialisiert wurde, als Kind, als Jugendlicher, vielleicht auch in einer Vorbeziehung, dass gewisse Wertschätzungen, Anerkennungen nicht kommen, ich aber darauf warte, ist es oft eine Herausforderung, wenn sie dann kommen, nach einer ersten Freude, spürt man nämlich auch, wie lange ich darauf gewartet habe. Das könnt ihr, die da zuhören, vielleicht sagen, das heißt, weil ich es so lange nicht gesagt habe, hat der andere den Schmerz vielleicht auch.
00:22:56: Sabine: Vielleicht wartest du schon von Kindheit an auf das, dann sagt es jemand zu dir, und dann brichst du vielleicht in Tränen aus. Und das ist ja nur ein Zeichen, dass es dich trifft im positiven Sinne, dass es dich berührt.
00:23:11: Roland: Was mir jetzt gerade einfällt, Sabine, ist, was Eltern gerne machen. Ich habe versucht, das nicht zu tun, oder positiv formuliert, anders zu machen. Mein Vater hat dann oft erzählt, weil er es toll findet. Und wenn dann gesagt wird, mein Vater ist ja so stolz auf dich, dass du das machst und so, dann denkt man, was will ich?
00:23:36: Sabine: Ja, mir hat er das noch nie gesagt. Ja, genau.
00:23:38: Roland: Und das ist so wirklich ein Fettnäpfchen, indem man als Mutter oder Vater, aber auch als Partner, Partnerin reinkommt.
00:23:45: Sabine: Ich auch. Ich auch. Ich versuche mir das seit Jahren abzugewöhnen.
00:23:49: Roland: Was redest du über andere?
00:23:50: Sabine: Nicht über dich, nein. Nein, dir sage ich es schon. Aber zum Beispiel unsere Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter oder zum Beispiel Leute vom Team, die uns assistieren. Dann sage ich einer dritten Person, die ist sowieso, die Susi, die ist so toll, die ist so tough, und was die da schon gemacht hat. Du kannst dir das nicht vorstellen. Und dann sagt die Kollegin zu mir, hast du es der Susi selber schon gesagt? Nein, habe ich nicht gesagt bis jetzt. Also ich versuche wirklich seit Jahren, mir das abzugewöhnen, dass ich es jemandem dritten sage. Und das ist auch seltsam. Das ist irgendwie leichter anscheinend, das der dritten Person zu sagen.
00:24:28: Roland: Ja, für manche, für mich gar nicht.
00:24:30: Sabine: Ja, für mich schon.
00:24:31: Roland: Mir fehlt dann das Wieso Wie, weil das geht ja auch ein Stück ins Leere. Ich will ja, dass es bei dir landet.
00:24:38: Sabine: Ja.
00:24:38: Roland: Ich kann schon sagen, meinem Busenfreund Joe zum Beispiel, wie dankbar ich bin, dass du das und das mit mir machst. Aber ich sage dir das sicher, wenn vorher.
00:24:50: Sabine: Ich sage zum Beispiel beim Seminar, beim Workshop, da haben wir ein großes Team. Und dann überlege ich mir, am Ende vom Seminar denke ich mir, wenn ich jetzt nach Wien fahre, und am Montag fragen mich unser Büroteam, wie war es, wie war der Workshop, wie war euer Team, wie waren eure Assistenten, dann überlege ich mir, was würde ich dann sagen, am Montag, zu jemandem dritten. Und dann sage ich, okay, und jetzt sagst du, Sabine, jetzt sagst du es dem Team direkt. Hast du noch gar nicht gesprochen. Ja, und das versucht es wirklich dann direkt zu sagen. Ich weiß nicht, was das für eine Krankheit ist. Also ich glaube, ich bin nicht die Einzige. Sicher nicht. Ja, dann sage ich ihnen, Leute, ihr seid toll. Ihr habt so angezahlt. Wir haben das so toll gerockt. Und es hat so gutgetan, dass, wenn ich etwas gebraucht habe, immer jemand in der Nähe war, der mir etwas gebracht hat oder mir etwas geholfen hat. Ich habe mir das jetzt schon angewöhnt, das wirklich zu sagen. Aber ich muss es noch über die Bande spielen. Interessant, gell?
00:25:45: Roland: Stimmt. Und was mir auch noch einfällt, ist das, was du eh schon gesagt hast, man kann es auch übertreiben. Und da gibt es noch eine Falle, ein Fettnäpfchen, Sabine, dass man Vergleiche anstellt und sagt, ja, die Frau, die macht das so und ich finde es so toll, dass du das anders machst.
00:26:04: Sabine: Ja, genau.
00:26:05: Roland: Weil wozu brauche ich eine andere Person, um dir eine Wertschätzung zu geben? Unter Geschwistern ist das ja oft leider so.
00:26:12: Sabine: Unter Geschwistern ist es sehr häufig, leider.
00:26:14: Roland: Mutter oder Vater sagt vielleicht nicht in der heutigen Generation, da hat sich schon bei den Eltern der jetzigen Generation vieles verändert, aber wir haben doch gehört, hast du gesehen, wie das deine Schwester macht? Oder hast du gesehen, wie das dein Bruder macht?
00:26:26: Sabine: Ich will das aber gar nicht. Ich will überhaupt nicht verglichen werden mit irgendwem. Ich will aber auch nicht als Sabine Bösel verglichen werden auf irgendeiner Ebene mit anderen Müttern, mit anderen Großmüttern oder sonst was, sondern ich möchte als der Mensch, der ich bin, gesehen werden und eben wirklich wahrgenommen werden, was ich tue.
00:26:44: Roland: Ja, mich hat das auch immer so gestört. Ich war eh so als viertes Kind und drei Schwestern waren davor, dass ich so bevorzugt wurde, weil ich jetzt der Bub bin, hat mich das so gestört, wenn dann meine Mutter noch gesagt hat, na habt's gesehen, euer Bruder ist wieder in der Zeitung gewesen, der hat über Paare dort berichtet und so. Ich habe zu meiner Mutter gesagt, Mutti, entschuldige, sag's mir, warum musst du da irgendwie Öl ins Feuer gießen, die Schwestern sind eh oft so wenig, haben sie Anerkennung von euch gekriegt, also lass doch das, wenn du dich freust, dass ich in der Zeitung bin, erzähl das deinen Freundinnen und so weiter, aber bohre da nicht mehr nach und genauso in Paarbeziehungen, wenn ihr etwas deiner Partnerin, Partner sagt, keine Vergleiche oder auch nicht zu sagen, früher war es ja so.
00:27:36: Sabine: Ja, das wollte ich gerade sagen, nämlich diese Vergleiche gibt es ja auch, dass man sagt, ja du vor zwei Wochen, das war ja ganz anders und jetzt hast du das ja viel besser gemacht als damals. Ja, aber das kommt einem ganz leicht vor über die Lippen und das will man eigentlich auch nicht, weil dann höre ich dann heraus, naja, vor zwei Wochen habe ich das nicht gut gemacht, aber heute habe ich es viel besser gemacht. Das will ich eigentlich auch nicht hören, sondern ich will hören, was ist jetzt, was hast du jetzt wahrgenommen und was schätzt du jetzt gerade im Moment und wenn das von Herzen kommt, dann ist da auch nicht unbedingt ein Vergleich drinnen, braucht man nicht. Man kann das ruhig wegstecken, die Vergleiche.
00:28:11: Roland: Und wo auch immer du das gerade hörst, vielleicht hast du irgendwann heute Zeit, dich hinzusetzen und mal zu Papier zu bringen für dich selbst, was ist deine Erkenntnis jetzt über dich und vielleicht, wenn du gerade in Beziehung lebst, über eure Beziehung, über deine Partnerin, Partner.
00:28:30: Sabine: Und du kannst dir aber selber auch auf die Schulter klopfen und sagen, was mir gelungen ist. Ich habe dich jetzt unterbrochen.
00:28:37: Roland: Also, was ich euch empfehle, ich empfehle, dass ihr euch hinsetzt und aufschreibt, was habe ich für eine Erkenntnis zu dem Thema verbale Zuwendung zu mir, zu meiner Partnerin, wenn ich in einer Beziehung lebe, wenn ich gerade in keiner Beziehung lebe, wie war es in der letzten Beziehung mit meiner Partnerin, Partner und was ist die Erkenntnis über unsere Beziehung. Weil da kommt man dann eben drauf, ja, ich gebe eigentlich Wertschätzung und sie oder er braucht die Anerkennung. Dann merkt man, dass diese Floskel, das kann ich nur zurückgeben oder dann vergleichen und plötzlich purzeln so die Aha-Momente und das ist aber das, was wir euch auch mitgeben wollen, dass ihr ein Stück durch uns eingeladen, vielleicht sogar inspiriert, hinschaut, um euer Verhalten in dem Fall in der verbalen Zuwendung weiterzuentwickeln. Das wäre unser Ziel.
00:29:32: Sabine: Ja und was du sehr gerne hast, das ist ein Steckenpferd von dir, habe ich mir von dir abgekupfert, dieses, was ist denn dir gelungen heute? Und mir selber auf die Schulter zu klopfen und zu sagen, mir ist das und das gelungen heute und das kann man jederzeit machen, kann jeder, jede von uns machen, egal ob du jetzt alleine wo zu Hause sitzt oder bist mit Partner, Partnerin, was ist mir heute gelungen? Dieses Eigenlob, diese Anerkennung meiner selbst. Das finde ich auch immer wieder schön, zum Beispiel am Ende des Tages auch.
00:30:05: Roland: Oder am Ende des Podcasts, Sabine, ich schätze sehr und anerkenne, dass du heute auch erzählt hast, dass für dich das eine Herausforderung war als Kind, als die zweitgeborene Tochter, dass für dich Wertschätzung gegeben wurde, obwohl du eigentlich damals Anerkennung gebraucht hast. Und dass du da auch über den Tod deiner Schwester geredet hast, meine Anerkennung.
00:30:31: Sabine: Ja, vielen Dank. Und ich anerkenne, dass du das so erzählt hast. Und dieses Zitat, Roland hat viel Arbeit, das ist so, irgendwie ist das auch entzückend.
00:30:43: Roland: Fast wie ein kleines, so wie im Kindergarten, wo die einen eine Banane gehabt haben, oder ein Auto, steht bei mir.
00:30:51: Sabine: Roland hat viel Arbeit, das kann man sich so richtig vorstellen.
00:30:55: Roland: Mit dem wollen wir auch schließen, vielleicht haben wir dich da wirklich ein Stück mitnehmen können, inspirieren können. Zum Beginn haben wir gesagt Wertschätzung, Anerkennung am Anfang, jetzt zum Ende des Podcasts.
00:31:06: Sabine: Fokus dorthin, was gelungen ist, ganz allgemein. Und bleibt dran, ihr Lieben, und macht es gemeinsam.
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